Samstag, 26. März 2016

Reichraming Rabenmauerhöhle 1653/8


Die Rabenmauerhöhle liegt im Reichraminger Hintergebirge auf 670 m Seehöhe. Man erreicht die Höhle von Reichraming aus, indem man der Forststraße Richtung Große Klause folgt. Kurz vor dieser Klause mündet von Westen der Rabenbach ein. Von hier beginnt der weglose Aufstieg zur Höhle. Die Höhle wurde vom Verein für Höhlenkunde Sierning entdeckt und hat eine Länge von 35 m. Die Eingangshalle der Höhle verjüngt sich nach innen zu und wird auch niedriger, im hinteren Abschnitt verengt sich auf etwa einen Meter. Über einen kleinen Aufstieg von 2 m ist dann die Endkammer. Auf Grund ihrer versteckten Lage wird sie von Fledermäusen und Raubvögeln gerne aufsucht. Trotz der wenigen Fundstücke aus der Rabenmauerhöhle läßt sich die Aussage machen, daß Bären ungefähr zeitgleich mit jenen des Nixlochs die Höhle nutzten.
Diese Fundstelle ist damit ein weiterer Beleg für den Höhlenbären in den Oberösterreichischen Voralpen.
Foto: S. Pysarczuk
Die Rabenmauerhöhle am Fuß der Rabenmauer ist eines der wichtigsten Schwärmquartiere im Nationalpark Kalkalpen für vermutlich Tausende von Zwergfledermäusen (Pipistrellus pipistrellus) Bei unserer Befahrung konnten wir leider nur 2 kleine Hufeisennasen antreffen, jedoch die Kotstellen am Boden zeugen von einer weit größeren Anzahl.




Höhlen Tisch
Bericht: Bei unser heutigen Höhlentour hatten wir vom letzten Parkplatz etwa 1,5 Stunden Anmarsch zur Rabenmauer. Viele Lurche hatten bereits in den Tümpeln am Rande der Forststraße ihren Laich abgelegt. Wir passierten die Brücke an der Mündung des Rabenbaches den wir etwa 100m Lauf aufwärts folgten, ehe wir uns ins Gelände begaben und den Großwildwegen steil nach oben folgten. Diese sind wie Autobahnen im Wald, und man kommt relativ schnell vorwärts, ohne große Hindernisse anzutreffen. Steil dem Grat folgend tauchte nach und nach die Rabenmauer vor uns auf und der Wald begann sich allmählich zu lichten.
Da unser GPS keinen Akku mehr hatte folgten wir unserem Kartengedächtnis, und konnten erst auf den letzten besonders steilen Meter das Höhlenportal sichten.
Die Überraschung war groß als wir eine Bank und einen Tisch direkt unter der Felswand antrafen, und sogleich eine Pause einlegten. Als wir da so saßen und den privilegierten Ausblick genossen, tobten die Raben und Falken über uns, der Name Rabenmauer kommt nicht von ungefähr, Federn lagen jedemenge im Eingangsbereich.




Höhlen Portal
 

Endkammer



Tümpel Endkammer
 


Das Höhlenportal ist etwa 5-6m hoch, es tropft Wasser von oben durch das Höhlendach, rechts liegt eine Kammer, das Licht dringt ziemlich tief ins Innere so dass an den Wänden Moose, Flechten und einige Pflänzchen wachsen können. Ein Stein ist beinahe völlig grellgrün überzogen.
Nach hinten verjüngt sich der Gang und über eine Stufe gelangt man in die kleine höher gelegene Endkammer, in der deutlich mehr Höhlengetier anzutreffen ist!

https://vimeo.com/160483502
https://www.facebook.com/kffoe/posts/688621207904989








Sonntag, 20. März 2016

Kohleabbau in der Eisenwurzen

Dieser aufgelassene Kohle Stollen dessen Eingang sich auf Privatgrund befindet ist für Privatpersonen nicht zugänglich, und wird deswegen auch geheim gehalten. Danke Markus, für das organisieren des Schlüssels, und die Möglichkeit der Befahrung und Begutachtung.

 
Die Kohlevorkommen im Gebiet der Eisenwurzen erlangten nie wirklich so eine wirtschaftliche Bedeutung, wie die der Braunkohle aus dem Hausruck- und Innviertels. Obwohl es sich um Steinkohlen handelt, wurden sie nur immer kurzfristig abgebaut.


Sicherungsmaßnahme

Die Steinkohle der Lunzerschichten enthalten an zahlreichen Stellen hochwertige Steinkohle mit einem Heizwert von 5000 bis 7.500 kcal. Diese Kohlen waren koksbar und daher als Schmiedekohle besonders geeignet. Aus dem Gebiet um Reichraming und zwar aus dem Revier Sulzbach und Schneegraben sind einige Schürfe auf Lunzer-Kohle bekannt, auch die Abbaue von Lindaugraben, am Hochseeberge und Bergwerkleiten bei Weyer.

Das k.&k. Montanärar schürfte hier seit 1842 im Jahre 1855 übernehmen die Gewerke Wickhoff &Co. aus Steyr, bis 1880 wurde Abbau betrieben.


Östlich von Windischgarsten gab es vor 1864 Versuche einer Kohlegewinnung,  ebenso bei Molln, in der Welchau bzw. Denkgraben werden  Schurfversuche auf Kohle urkundlich gemeldet, auch sollen in der Nähe von Leonstein Schürfe existiert haben.


https://vimeo.com/160292642

Bericht: mit Plan und Karte trafen wir uns am vereinbarten Ort und suchten das Stollenmundloch, welches auf Privatgrund liegt, der Grundbesitzer empfing uns freundlich und meinte das wir Fischerstiefel benötigen um nach hinten zu gelangen. Von aussen machte er jedoch einen trockenen Eindruck. Also zurück zum Auto und voll Adjustiert mit Gummistiefel zurück zum Mundloch.
Gleich wenige Meter im Inneren ist auf 25cm abgemauert und Wasser sammelt sich dahinter, welches kontrolliert abfließt. Schon nach wenigen Metern tauchen die erste Sicherungsmaßnahmen auf, die ein größerer Verbruch nötig gemacht hatte um die Häuser darüber zu stützen, weitere 3 kleinere Verbrüche flolgen ehe beim dritten Verbruch (der größte) das Wasser 1 bis 1,5m zurückgestaut wird, von hier dürften es 25-30m bis zum Stollenende sein. Eine weitere Befahrung erfolgte nicht da sich Polsterhözer im Wasser befinden.

hintere Teil
Sinterperlen
Sicherung


Der Stubauberg bei Weyer besteht ebenfalls aus Oxford- und Neocomienkalken, nur
sein östliches Gehänge ist Liaskalk, der sich in nordöstlicher Richtung an dem
Gaflenzer Tale meistens als Dolomit bis über die Gränze zieht.
Besonders zu erwähnen sind noch die Ablagerungen aus der Triaszeit, die unter der Bezeichnung Lunzer Schichten bekannt sind und teilweise flözführend sind. Im Gebiet zwischen Mühleinbachmündung und dem Dürrenbachgraben wurde kohle zeitweise abgebaut, wegen der geringen Mächtigkeit der Flöze (0,4 – 0,6 m) aber nie lange ausgebeutet.
Die derselben Formation angehörenden Vorkommen im Ybbstal bei Lunz und Kogelsbach lieferten in den zwanziger Jahren noch jährlich 4000-5000 Waggons Kohle.






Mittwoch, 16. März 2016

Lostplace Pilgrim


Wir parken unser Fahrzeug ein, der Mond und die Sterne schimmern durch den Nebel der Schnee glitzert und wir haben gut einen Kilometer Tiefschnee vor uns. Es geht über eine Weide nach unten wir tauchen immer weiter in den dichten Nebel ein, man sieht keine zehn Meter weit, mehrmals müssen wir uns via Googlemaps am Handy orientieren, um diesen abgelegen Ort im Nebeldunst nicht zu verfehlen. Mit schweren Füßen erreichen wir unser Ziel und umrunden das Gehöft





einzig der ehemalige Schweinestall steht offen und ist mit Fässern verstellt, jedoch gelingt es uns über ein vergittertes Kellerfenster in den dunklen feuchten Gewölbekeller abzusteigen.
Alte Flaschen stehen in einer Nische und Fässer am Boden, eine Hölzerne Türe erregt unsere Neugier, ein Blick durch einen Spalt gibt einen Tunnel zu erkennen der ins Freie mündet, Wasser gurgelt draußen.
 
Wir steigen über eine steile Stiege in die Küche in der ein wunderschöner gemauerter Ofen steht, eine Türe im Ofen gibt den Blick in eine gemauerte Räucherkammer frei in der jede Menge Gerümpel liegt. In der Stube eine Eckbank mit Tisch auf dem alte Zeitungen liegen hinter bei  im Regal finden wir Feldpost aus dem zweiten Weltkrieg in Kurrent verfasst.


Im Gang ein alte Mostpresse, wir stiegen mit Vorsicht die alte Holztreppe empor und landen im ehemaligen Schlafraum alte Betten stehen aneinander,





am Fenster eine Uralte Bauerntruhe auf der Lederschuhe mit Holzsohle und Nägeln stehen. Die Wände hier oben sind alle mit schönen Mustern ausgemalt. In anderen Räumen Uralte Zeitschriften am Boden und Fensterbrett alle so um 1900. Heiligenbilder hängen an jeder Wand einige sind mit Frost beschlagen da die Kälte ins Innere dringt.


 Wird finden eine unmenge an alten Zeitungen, viele davon noch vor dem ersten Weltkrieg!


Feldpost


Ein Raum ist bereits in die Tiefe gestürzt so betreten wir das Dachgeschoß mit Ehrfurcht, langsam laufen wir über die Balken hier liegen die alten Schuhe der ganzen Bewohner ein Plumpsklo mit Abortschale nebenbei. Von außen dringt plötzlich ein jämmerlicher Schrei eines Tieres bis oben, so dass wir beschließen den beschwerlichen Rückweg anzutreten und verlassen diesen eindrucksvollen Ort der wieder einmal kurz den Zeit entrissen und uns einen Einblick in seine Geschichte gestattet  hat.

Montag, 14. März 2016

Reichraming Steinbacher Goldloch 1665/004


Über die Ennsbrücke aus 1960er Jahren führt der Weg nordwestlich gegen den Hamberg. 
An einer Waldbewachsenen Steilwand, liegt die Höhle, eine aktive Wasserhöhle in einem steilen, steinigen Graben. Die Einheimischen nennen das Objekt Steinbacher Goldloch. 
Steil aufwärts steigend erreicht man die Hohle. Ein niederer Wassergang zieht meanderartig in den Berg.
Gangstufe

Höhlenloch
Wasseraustritt
Nach etwa 15m ist der enge niedrige Gang zu Ende und mündet in eine Kammer von 2x2m, von links läuft stetig Wasser von oben über einen Sinter überzognenen Stein, ein altes Seil sowie Eisentritte die schon von Einheimischen vermutlich 1930/40er Jahren angebracht wurden, sind teilweise noch vorhanden, in einer Ecke stand eine Gelsenwachslicht in einer Alutasse.
Die Wasserführung war mäßig, es wäre ohne weiters ein weiter Aufstieg nach oben möglich gewesen.
Fledermäuse wurden keine gesichtet, dafür im engen Eingangsbereich viele große Höhlen und Winkelspinnen.
 


  


2.Kammer
Beim Hof eines Arbeitskollegen meines Bruders, durfte ich freundlicherweise mein Auto parken, dort wurde mir dann erzählt das sich in den letzten Kriegsjahren oben im Steinbacher Goldloch jemand versteckt hielt. In einer oberen Höhlenkammer soll noch ein Tisch stehen aus dieser Zeit auch gehauene Stufen soll es geben, es soll auch einen Bericht in der Orts Chronik Reichraming oder Großraming darüber geben. Um so weiter sich man dem Gehöft Kainsner nähert um so mehr Oberflächenwasser dürfte eingetragen werden, da man die Gülle riechen könne. Es zieht sich eine Kammer nach der anderen stufenweise nach oben, über die alten Eisenstifte gelangt man immer höher hinauf.

Kluftvortsetzung nach oben

https://vimeo.com/159623908


Das Kainsner Goldloch 1665/007, 1oo m südlich des Kainsner Hofes habe heute vergeblich gesucht, der ansässige Landwirt meinte: es könnte Laub oder Äste den Eingang verstecken. Es soll sehr eng sein, und tief bis zur Enns reichen ;) eine typische Schachthöhle. Damals warf er Steine hinab, tief unten hörte man das Echo der Steine wie sie auf Wasser fielen.
Zudem ist da Gelände nicht leicht zu begehen, steile Fels Wände, Laub und Nässe.


Auch zwei Sagen stehen mit dieser Höhle in Verbindung, der Räuberhauptmann Stern und die  Goldlucke