Dienstag, 23. Juli 2019

Cres Plava Grota

Etwa eine Seemeile von Lubenica befindet sich der Strand Žanja. Am Rande des Strandes befindet sich der Eingang zur Höhle, die Blaue Grotte genannt wird. Es gibt einen Unterwasser liegenden Eingang in  3 Metern Tiefe, durch den man in die Höhle tauchen kann, sowie einen Tunnel, durch den man in die Höhle schwimmen kann.



Flankenrandhöhlen werden solche Höhlen genannt, weil sie sich an Küsten durch Karbonat - Gesteinsauflösung am Rand einer Süßwasserlinse unter einer Flanke der umgebenden Landmasse sich bilden. Der Rand der Süßwasserlinse ist für die Höhlenbildung auf Carbonatinseln maßgeblich verantwortlich. Anders verhält es sich bei "Auflösungshöhlen" die vom Meer geschaffen werden, sie entstehen durch mechanische Einwirkung von Wellenerosion.


Die Plava Grota und die angrenzenden kleineren Höhlen befinden sich ausschließlich in einer Brekzienfazies, die höchstwahrscheinlich aus dem Pleistozän stammt. Diese Brekzie besteht aus Klumpen, die von telogenetischen kreidehaltigen Karbonatgesteinen stammen.
Die Plava Grota ist die erste beschriebene Flankenrandhöhle aus den küstennahen Karbonatfelsen der Adria. 

Attraktiv ist die Höhle wegen ihrer großen Höhlenkammer durch die Licht von aussen durch das Wasser herein dringt.
Talus Breccia


Sinterröhren und Tropfsteine finden sich hoch an der Ostwand und der Höhlendecke der Hauptkammer, sowie trafen wir diesmal auf eine kleine Fledermaus Kolonie.

Alle diese Höhlen und Spalten hier, entstehen in einer lockeren Schicht 
dicht gepackten (Klasten) Carbonat Gesteins, Geröll oder Talus breccia. Die Gesteinablagerung ist bis 15m mächtig, bedeckt eine Fläche von mehr als 2 ha, und liegt ungleichmäßig auf Kreidekalk, was Erosion bewirkt. Süßwasserquellen befinden sich an der Rückseite der Hauptkammer, die Räume sind durch niedrige Bögen verbunden, die sechs aufgezeichneten Eingänge zur Höhle sind ober, und unter dem Meeresspiegel. Das felsige und steile Gelände setzt sich auch unter der Meeresoberfläche fort.

Plava Grota besteht aus einer Reihe von länglichen Kammern und Passagen die sich über 46m parallel zur Küste und 30m in den Berg führen. Die große Hauptkammer  der Höhle ist bis zu 8m hoch, 24m breit und 27m lang. 


Der Eingang zur Höhle befindet sich auf der linken Küstenseite der Bucht, etwa 50m vom Strand entfernt, von dort aus führt ein 8 Meter langer Durchgang in die Blaue Grotte. Es ist auch möglich aus der Höhle heraus tauchen.

 

Montag, 15. Juli 2019

Cres Spilja Morska Peć

Übersetzt bedeutet der Name soviel wie, "Meeresofen" und befindet sich nahe der Ortschaft Lubinice unweit des Berges "Helm" (482m)

Es führt ein schöner markierter Wanderweg direkt vor Lubinice durch einen Wald zur Höhle
 
Die Höhle selbst befindet sich am Fuß einer kleinen Felswand und ihr großes Eingangsportal ist mit Lianen verwachsen. Schnell fällt die Höhle etwa 15m tief ab und mündet in einer nahezu horizontalen Kammer, welche sich zur linken Seite in einem niedriger werdenden Gang einige Meter  fortsetzt. 


In etwa der Mitte der Höhlenkammer, vom Übergang von der schräg, zur horizontal Ebene, befindet sich eine gemauerte kreisförmige Vertiefung, ähnlich einem Brunnenschacht, jedoch nur ein halbes Meter tief.


Die geologische Struktur der kroatischen Inseln besteht hauptsächlich aus Kalkstein, und aus kleineren Bereichen Dolomit. Ungeachtet der relativ großen Niederschlagsmengen bleibt das Wasser nicht länger an der Oberfläche, daher gibt es keinen konstanten Oberflächenwasserfluss. Auf der Oberfläche der Insel Cres sind Wasservorkommen relativ selten. Wasser bleibt meist nach starken Regenfällen in Teichen zurück. Die Inselbewohner nutzten jahrhundertelang das in den Zisternen gesammelte Regenwasser. 
Die Insel Cres hat keine permanenten Oberflächenwasserflüsse, daher ist sie trocken, es gibt etwa 15 Quellen, Die meisten der verbleibenden etwa 70 Teiche wird für die Bewässerung von Vieh verwendet. Welche die, die einst  der Versorgung der Bevölkerung dienten, befanden sich größtenteils in der Nähe des Dörfern. Sie sind in der Landschaft leicht zu erkennen, da sie eingezäunt wurden, um den Zugang von Tieren zu verhindern. In der Regenzeit kommt es auf der Insel Cres häufig zu Sturzbächen.