Das Sonnberg Revier nahe Weißwasser ist relativ einfach zu erreichen, es finden sich auch heute noch viele offene Stollenmundlöcher. Eines davon besuchten wir auf unserem Rückweg vom Revier Schwarza.
Der Eingangsbereich ist auf einigen Metern als Betonröhre gesichert ehe es in den eigentlichen Stollen geht
Gleich im Eingangsbereich befindet sich ein Stollenlore die einst zum Abtransport von Bauxit diente.
Im hintersten Bereich ist der Stollen durch Wassereintritt bereits in Mitleidenschaft gezogen und ein Verbruch versperrt das weiterkommen.
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Mittwoch, 31. August 2016
Freitag, 12. August 2016
Ebelsberg
Unser Ziel ist es, die noch bestehenden Objekte die aber
schon in Vergessenheit geraten sind,
wiederzufinden und zu erforschen. Zahlreiche Stollen und künstliche Höhlen
haben wir bereits aufgespürt. Heute besuchten wir einen Erdstollen nahe Ebelsberg, schon im Vorfeld gestaltete sich die Suche etwas schwierig da wir die Angaben zur Lage etwas missinterpretiert hatten. Die Vegetation hatte uns völlig die Sicht genommen, nur ein geschulter Blick ließ uns den Eingang erkennen.
Der Stollen selbst stand offen, er ist etwa 20m lang und wurde nie völlig vollendet. Am Stollenende ließ sich an der Wand die Grenze zwischen Konglomerat und Sandstein schön ablesen, da das Stollenmundloch sich auf Straßenniveau befindet. Im Inneren fanden wir Teile eines Skelettes, die vermutlich einer Katze zuzuordnen sind. Den Zweck der Errichtung konnten wir nicht eruieren, jedoch dürfte er in den 1940ern erbautworden sein. Weiters besuchten wir einen Splitterschutz - Deckungsgraben im Schiltenwald. Die Liegenschaft am südöstlichen Stadtrand von Linz besteht größtenteils aus Wald. Der abgezäunte Munitionslagerbereich zählt 13 erdüberdeckte Munitions- und Sprengstoffbunker.
Im Laufe des Krieges wurden auch immer mehr bauliche Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung gegen Bombenangriffe verwirklicht. Einige dieser Luftschutzkeller sind heute noch erhalten. In den Jahren 1944 und 1945 fanden insgesamt 22 alliierte Bombenangriffe mit ca. 8.000 Abwürfen auf Linz statt. Ziel des Bombardements waren primär die Hermann-Göring-Werke, sowie die Stickstoffwerke Ostmark (heute Chemie Linz AG). Insgesamt waren in Linz 1679 Gefallene zu beklagen. Am verheerensten für den Raum Ebelsberg und Pichling waren die Angriffe am 15. Dezember 1944 (schwere und mittelschwere Schäden an 16 Objekten) sowie vo 17. Februar 1945.
Ebelsberg schien danach in einem Polizeibericht als
"völlig vernichtet" auf, allein am Schiltenberg verzeichnete die
Schloßverwaltung über 120 Krater. 4 Treffer machten die Straße nach
Pichling unpassierbar.
Josef Weichenberger fand nicht weniger als fünf teilweise sehr interessante Objekte, hier in Ebelsberg,
davon zwei Stollen (Schloßpark) , einen unterirdischen Laufgang, einen Großbunker und eine
sehr niedrige aber lange und winkelige Lehmhöhle.
Der Stollen selbst stand offen, er ist etwa 20m lang und wurde nie völlig vollendet. Am Stollenende ließ sich an der Wand die Grenze zwischen Konglomerat und Sandstein schön ablesen, da das Stollenmundloch sich auf Straßenniveau befindet. Im Inneren fanden wir Teile eines Skelettes, die vermutlich einer Katze zuzuordnen sind. Den Zweck der Errichtung konnten wir nicht eruieren, jedoch dürfte er in den 1940ern erbautworden sein. Weiters besuchten wir einen Splitterschutz - Deckungsgraben im Schiltenwald. Die Liegenschaft am südöstlichen Stadtrand von Linz besteht größtenteils aus Wald. Der abgezäunte Munitionslagerbereich zählt 13 erdüberdeckte Munitions- und Sprengstoffbunker.
Auch in Pichling waren die Auswirkungen spürbar:
schon 1938 fasste die Wehrmacht den Beschluss, in Ebelsberg eine
Großkasernenanlage (heute: Hillerkaserne, PzStbB 4) zu errichten.
Ursprünglich war das Areal zwischen Wienerstraße und
dem Fluß Traun (Panholzerweg) ins Auge gefasst worden und sollte der
Unterbringung von SS-Einheiten dienen. Schlußendlich wurde aber nur ein
Teil dieser Fläche in den Jahren 1941 bis 1943 verbaut.
Die größte Baumaßnahme stellte die SS-Kasernenanlage dar.
Dafür wurde eigens eine Kläranlage beim Panholzerweg errichtet, die noch
bis in die 1970er Jahre in Betrieb war, ehe auch die Garnison ans
Kanalnetz angeschlossen wurde. Heute wird das Arial als Bikepark genützt.
Zudem legte die Wehrmacht sowohl im Schlüsselwald
als auch am Schiltenberg Munitionslager an. So wurde der gesamte Wald
zwischen Ebelsberg und Pichling zur "verbotenen Zone" erklärt.
Als Zufahrt zu den Lagern am Schiltenberg baute man
eine zweispurige Straße und einige Nebenstraßen. Dabei wurde das
Erdreich 70 Zentimeter abgetragen und mit Granitsteinen des KZ-Lagers
Mauthausen aufgefüllt. Einige Fundamente sind heute noch erhalten.
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| Eingang Bunker |
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| Quelle: Linz Süd |
Im Laufe des Krieges wurden auch immer mehr bauliche Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung gegen Bombenangriffe verwirklicht. Einige dieser Luftschutzkeller sind heute noch erhalten. In den Jahren 1944 und 1945 fanden insgesamt 22 alliierte Bombenangriffe mit ca. 8.000 Abwürfen auf Linz statt. Ziel des Bombardements waren primär die Hermann-Göring-Werke, sowie die Stickstoffwerke Ostmark (heute Chemie Linz AG). Insgesamt waren in Linz 1679 Gefallene zu beklagen. Am verheerensten für den Raum Ebelsberg und Pichling waren die Angriffe am 15. Dezember 1944 (schwere und mittelschwere Schäden an 16 Objekten) sowie vo 17. Februar 1945.
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| Schießscharte (Bunker am Schiltenberg) |
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| Schiltenberg nach dem Luftangriff vom 17.2.1945 |
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| Quelle: der Süden von Linz |
| einer von 2 Schloßstollen Ebelsberg |
Samstag, 6. August 2016
Losenstein Franzosenlucke 1665/13
Heute machte ich mich auf die Suche nach der Franzosenlucke im Hintsteingraben in einem seit jeher bewohnten Hochtal nahe Losenstein zu finden sein soll.
Ein Landwirt nahe der Höhlen gestattete uns auf seinem Grundstück zu parken, er war überrascht und hatte noch nie gehört, dass es hier eine Höhle geben soll.
Ein Landwirt nahe der Höhlen gestattete uns auf seinem Grundstück zu parken, er war überrascht und hatte noch nie gehört, dass es hier eine Höhle geben soll.
Der Zustieg über die Weide verlief problemlos, jedoch im Wald inneren an der Felswand entlang war das Fortkommen wegen der dichten Vegetation kaum möglich.
| Eingang |
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| Gang |
Die angegebenen Koordinaten zeigen etwa 20m von der Wand weg, der Einstieg liegt jedoch auf einem kleinen Felsvorsprung in der Wand etwa in 3m Höhe und ist über eine Schrägrampe leicht zu erreichen. Der Gang läuft etwa 30-40m in die Wand leicht rechtsziehend ehe er in einer großen Endkammer endet die ca 4m tiefer liegt.
| Endkammer |
Von hier läuft ein Schacht weit nach oben. Etwa 1m über dem Bodennivau liegt ein niedriger Zulauf der nicht passierbar ist und manchmal Wasser führt.
| Zulauf |
Im Gangbereich liegen Knochen und Kotstellen von vermutlich Füchsen.
Schaflucke 1665/10 und Kaminloch 1665/12
Weiters erkundete ich zwei weitere Höhlen die Schaflucke und das Kaminloch und einige Nieschen. Einige liegen nicht ungefährlich, in etwa 7m Höhe in der Wand. Die Höhlen setzen sich nur weinige Meter fort und sind unbedeutend.
| Höhle mit Durchschlupf nach oben |
| alte Milchkanne |
In der Kaminlucke fand ich einige interessante Hinterlassenschaften, wie Ofenteile, eine kleines Postkastl sowie unweit davon eine Milchkanne und einen Pistolenhalfter. Möglicherweise Hinterlassenschaften aus den 1940ern.
| Kaminlucke |
| Ofenteile |
Steyr Reindlbachstollen
Dieser Uferstollen liegt nahe dem Krankenhaus und erinnert in der Ausführung nach dem Münichholzer Stollen und wurde in die Konglomeratwand getrieben und nur im Eingangsbereich ausgebaut. Im Inneren führt ein Gang etwa 10m nach links ins Konglomerat. Vermutlich wurde der Stollen in den Kriegsjahren der 1940er Jahre angelegt.
Montag, 1. August 2016
Linz Limonistollen
Im Zuge einer Recherche für ein Buch (unterirdisches OÖ) besuchten, wir den wohl bekanntesten Stollen von Linz, den Limonistollen, er befindet sich nahe der Kreuzung Roseggerstraße/Limonigasse und erstreckt sich von dort in südliche und westliche Richtung in den Berg.
Seit Jahrhunderten wurden die Sandsteinhügel im Westen von Linz für Bier- und Weinkeller genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden bestehende Keller zu riesigen, kilometerlangen Luftschutzstollen ausgebaut, wobei für den Bau auf die Ausbeutung von KZ-Häftlingen, die in den Stollen untergebracht waren, zurückgegriffen wurde.
Seit Jahrhunderten wurden die Sandsteinhügel im Westen von Linz für Bier- und Weinkeller genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden bestehende Keller zu riesigen, kilometerlangen Luftschutzstollen ausgebaut, wobei für den Bau auf die Ausbeutung von KZ-Häftlingen, die in den Stollen untergebracht waren, zurückgegriffen wurde.
Der Limonistollen wurde von der Linzer Bevölkerung bei Fliegeralarm bevorzugt aufgesucht, er bot eine Belüftungsanlage, elektrische Beleuchtung und eine Notspital sowie Sanitäranlagen, die . allerdings für der Anzahl der schutzsuchenden Menschen bei weiten nicht ausreichte. Im Vergleich zu den in Granit und Gneis geschlagenen Stollen, lies sich der Limonistollen leichter in den Berg treiben und ist beinahe durchgehend ausgeziegelt, mit außnahme der nicht fertiggestellten Stollenbreiche.
Seine Breite beläuft sich durchschnittlich auf 3,8 Meter und die Höhe auf 3,1 Meter.
In einem separaten Teil der Stollen waren Befehlsstellen für Gauleitung, Partei, Polizei und Stadtgemeinde untergebracht. Die Stollen sind heute größtenteils ungenützt, Teilbereiche werden als Lager verwendet. Aus einem Bereicht den Kammler 1944 an das SS Wirtschafts-Verwaltungshauptamt sendet, geht es über das Bauvorhaben der Luftschutzmaßnahmen in Linz, und beziffert die Angaben zu den Schutzplätzen mit mindestens 4000 bis zu 4500. Der Sandgassenstollen ist an die Anlage Limonikeller angebunden und hatte eine Aufnahmekapazität von 3.300 Personen.
Dieser wurde zu Beginn der 1960er Jahre von der Schärdinger Molkerei als Warenlager genutzt.
Im Rahmen von zeitgeschichtlichen Führungen mit speziell ausgebildeten Austria Guides ist es möglich, einen Teil des Luftschutzstollen zu besichtigen.
Die einzelnen Guides bieten Ihnen auf Wunsch auch Kombinationsmöglichkeiten mit anderen zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten in Linz und Umgebung (Hartheim, Mauthausen, Gusen) an.
In der Tourist Information im Alten Rathaus am Linzer Hauptplatz erhalten Sie kostenfrei
den vom Archiv der Stadt Linz
erstellten Überblicksplan "Linz Geschichte", der Schlaglichter auf die
Linzer Geschichte im
Zeitraum von 1934 bis 1955 - zwischen Februarkämpfen, NS-Diktatur
und unmittelbarer Nachkriegszeit - wirft und diese anhand von 35 zeitgeschichtlich
bedeutsamen Orten in der Stadt erwanderbar macht.
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