Im Zuge einer Recherche für ein Buch (unterirdisches OÖ) besuchten, wir den wohl bekanntesten Stollen von Linz, den Limonistollen, er befindet sich nahe der Kreuzung Roseggerstraße/Limonigasse und erstreckt sich von dort in südliche und westliche Richtung in den Berg.
Seit Jahrhunderten wurden die Sandsteinhügel im Westen von Linz für Bier- und Weinkeller genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden bestehende Keller zu riesigen, kilometerlangen Luftschutzstollen ausgebaut, wobei für den Bau auf die Ausbeutung von KZ-Häftlingen, die in den Stollen untergebracht waren, zurückgegriffen wurde.
Seit Jahrhunderten wurden die Sandsteinhügel im Westen von Linz für Bier- und Weinkeller genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden bestehende Keller zu riesigen, kilometerlangen Luftschutzstollen ausgebaut, wobei für den Bau auf die Ausbeutung von KZ-Häftlingen, die in den Stollen untergebracht waren, zurückgegriffen wurde.
Der Limonistollen wurde von der Linzer Bevölkerung bei Fliegeralarm bevorzugt aufgesucht, er bot eine Belüftungsanlage, elektrische Beleuchtung und eine Notspital sowie Sanitäranlagen, die . allerdings für der Anzahl der schutzsuchenden Menschen bei weiten nicht ausreichte. Im Vergleich zu den in Granit und Gneis geschlagenen Stollen, lies sich der Limonistollen leichter in den Berg treiben und ist beinahe durchgehend ausgeziegelt, mit außnahme der nicht fertiggestellten Stollenbreiche.
Seine Breite beläuft sich durchschnittlich auf 3,8 Meter und die Höhe auf 3,1 Meter.
In einem separaten Teil der Stollen waren Befehlsstellen für Gauleitung, Partei, Polizei und Stadtgemeinde untergebracht. Die Stollen sind heute größtenteils ungenützt, Teilbereiche werden als Lager verwendet. Aus einem Bereicht den Kammler 1944 an das SS Wirtschafts-Verwaltungshauptamt sendet, geht es über das Bauvorhaben der Luftschutzmaßnahmen in Linz, und beziffert die Angaben zu den Schutzplätzen mit mindestens 4000 bis zu 4500. Der Sandgassenstollen ist an die Anlage Limonikeller angebunden und hatte eine Aufnahmekapazität von 3.300 Personen.
Dieser wurde zu Beginn der 1960er Jahre von der Schärdinger Molkerei als Warenlager genutzt.
Im Rahmen von zeitgeschichtlichen Führungen mit speziell ausgebildeten Austria Guides ist es möglich, einen Teil des Luftschutzstollen zu besichtigen.
Die einzelnen Guides bieten Ihnen auf Wunsch auch Kombinationsmöglichkeiten mit anderen zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten in Linz und Umgebung (Hartheim, Mauthausen, Gusen) an.
In der Tourist Information im Alten Rathaus am Linzer Hauptplatz erhalten Sie kostenfrei
den vom Archiv der Stadt Linz
erstellten Überblicksplan "Linz Geschichte", der Schlaglichter auf die
Linzer Geschichte im
Zeitraum von 1934 bis 1955 - zwischen Februarkämpfen, NS-Diktatur
und unmittelbarer Nachkriegszeit - wirft und diese anhand von 35 zeitgeschichtlich
bedeutsamen Orten in der Stadt erwanderbar macht.

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