Samstag, 22. Dezember 2018

Garsten Garstnerhöhle K415/

Grundsätzlich ist über diese kleine Höhle nicht sehr viel bekannt.

Sie liegt im ehemaligen Flussbett der Enns, oberhalb des verbreiterten Talboden. Während der Eiszeiten bildeten die Fließgewässer der Enns durch Ablagerungen große Schotterfelder, deren Reste heute als Terrassen das Landschaftsbild beherrschen. Dieses wurde im großen Interglazial durch eine sehr kräftige Tiefenerosion der Enns, die das Tal bis ungefähr auf das heutige Niveau ausschürfte, eingetieft.
Auf Grund der Lage in einem Hang oberhalb eines Hofes und der Art des Hohlraums kann von einer künstlichen bzw künstlich erweiterten Höhle gesprochen werden.
Ein Anrainer erzählte mir dass er schon vor vielen Jahrzenten als Kinder darin gespielt hatte.
Möglicherweise diente die Höhle als Versteck in Kriegszeiten, ähnlich Erdställen, welche in Garsten allerdings keine bekannt sind.

Raumbeschreibung: am Wandfuss liegend auf einem schmalen Geländevorsprung öffnet sich in Kniehöhe ein kleines Loch welches nur auf allen Vieren passiert werden kann. Leicht ansteigend gelangt man unverzüglich in eine größere Rundkammer in welcher aufrechtes stehen möglich ist. Zur linken Seite verengt  sich der Raum zu einem unschliefbaren Dachsröhre. An der Stirnwand wurden zwei Sitznischen in den Schotter gehauen, rechts oberhalb dieser eine kurze Fortsetzung. Aus zoologischer Sicht konnte ich folgende Tiere nachweisen, Kellerglanzschnecke, Winkel- und Höhlenspinnen, der Kot von Fledermäusen lässt leider keinen Rückschluss von welchen Arten dieses Versteck aufgesucht wird.

http://www.edv-knoll.at/dab/Hoehlenkunde/



Donnerstag, 6. Dezember 2018

Lostplace Flat Hill

Weit abseits jeder Straße hoch oben am Ende aller Weg versteckt sich dieser Ort.
Unter uns nur die Lichter einer Ansiedlung. Durch den Stall gelangen wir mitten in den verwachsenen Hof. 

Durch mattes staubiges Fensterglas erblicken wir ein Tier, welsches über einer Tür den Raum überblickt als ob es den Hof bewachen würde.
Am Dachboden liegt Gerümpel, alte Schuhe alte Gerätschaften und vieles mehr.
Einzig die Türen sind fest verschlossen, der Keller nahezu leer, nur wenige Flaschen zeugen von der  Anwesenheit einstiger Bewohner.

Schließlich ein geöffnetes Fensters welches wohl der Sturm ramponierte, wir klettern ins Dunkle.
Schon draußen konnten wir durch ein kleines Fenster eine Jagdtrophäe über einer niedrigen Türe erkennen. Nun als wir davor stehen wirkt das Tier bedrohlich fast lebendig.

Die Räume sind nahezu Besenrein kaum eine Hinterlassenschaft befindet sich noch an diesem längst vergessen Ort. Hier und da ein alter E-Herd, eine Truhe, ein Kasten oder eine uralte Anrichte mit Laden. Eine alte Zeitung aus den 60ern berichtet von Tag zu Tag.

Nun da wir "alles" gesehen haben überlassen wir diese Zeitkappsel sich selbst und verlassen diesen unberührten Ort!