Wir trafen um 18 Uhr nahe Kastenreith ein und folgten einer Straße nach oben.
Wir parkten unser Auto nahe eines Bauernhofes in einem kleinen Weg ein und gingen etwa 200 Meter zum Bauernhof hinauf wo uns bereits der Jungbauer bemerkt hatte, und sich zu einem kurzen Gespräch näherte. Er fragte kurz wo wir hin wollen und ob es nicht bereits zu spät sei? Wir gaben an zur X Höhle zu wollen, worauf er erwiderte: ob wir uns hier auskennen um diese zu finden.
Wir verabschiedeten uns und kletterten unter dem Schranken hindurch und folgten der Forststraße weiter aufwärts. Wie aus früheren Beschreibungen entnommen näherten wir uns der Höhle, um bei der zweiten Spitzkehre in den Wald ein zu tauchen.
Hier folgten wir einem steilen Gamspfad nach unten zu einer hohen Felswand an dessen Fuß ein schöner gehbarer Steig führt wo man direkt zur Höhle gelangt, die zuvor von einem großen Felsdach überspannt wird, welches bald Abbzuspringen droht und bereits einmal gesichert wurde.
Weiters dürfte hier versucht worden sein Wasser abzuleiten, es liegen einige Kunststoffrohre herum, sowie eine alte Dachrinne und eine Brechstange. Der Überhang dürfte mit einer Stützmauer gesichert worden sein. Wärend ich mich einkleide raschelt es plötzlich im Laub hinter mir, da steht wie aus dem Nichts eine Gämse keine 5 Meter entfernt vor mir und sucht gleich wieder das Weite, es ist anzunehmen, dass die Tiere diesen Ort häufig zur Tränke aufsuchen.
Der Eingang der Höhle liegt etwa drei Meter hoch und ist völlig mit Moos überwuchert.
Der Eingang ist nur etwas mehr als ein Meter breit mehrere Stufen und Tümpel sind zu überwinden, einst standen hier Holzleitern, Teile davon liegen weiter im Inneren und sind bereits unbrauchbar.
An der Wand sitzt hier eine Steinfliege (Plecoptera) was auf Larven im Wasser schließen läßt. Es folgt Gang mit einer Eintiefung die möglicherweise künstlich erweitert wurde, nach einem Gangknick mit kleinem Tümpel erweitert sich der Gang ehe sich nach einer weiteren Gangstufe vom 3m die Gänge verzweigen, dieser Bereich ist bereits sehr schön versintert.
Im Lehm matschigen sind Fußabdrücke zu erkennen, mölicherweise von Einheimische die diesen Ort aufgesucht haben. Eine weitere Kluft führt nach Osten, hier finden wir schöne Tropfsteingebilde, Fledermäuse schwirren um unsere Köpfe.
Die Kuft entwässert in den Hauptgang und wird an einer schiefen Platte enger. Teilweise sind rote Pfeile und Rußspuren an den Wänden. Kurz bevor die Dunkelheit einsetzt verlassen wir die Höhle und den Wald wieder.











