Freitag, 26. Mai 2017

Kastenreith X-Höhle 1655/3


Wir trafen um 18 Uhr nahe Kastenreith ein und folgten einer Straße nach oben.
Wir parkten unser Auto nahe eines Bauernhofes in einem kleinen Weg ein und gingen etwa 200 Meter zum Bauernhof hinauf wo uns bereits der Jungbauer bemerkt hatte, und sich zu einem kurzen Gespräch näherte. Er fragte kurz wo wir hin wollen und ob es nicht bereits zu spät sei? Wir gaben an zur X Höhle zu wollen, worauf er erwiderte: ob wir uns hier auskennen um diese zu finden.


Wir verabschiedeten uns und kletterten unter dem Schranken hindurch und folgten der Forststraße weiter aufwärts. Wie aus früheren Beschreibungen entnommen näherten wir uns der Höhle, um bei der zweiten Spitzkehre in den Wald ein zu tauchen.
Hier folgten wir einem steilen Gamspfad nach unten zu einer hohen Felswand an dessen Fuß ein schöner gehbarer Steig führt wo man direkt zur Höhle gelangt, die zuvor von einem großen Felsdach überspannt wird, welches bald Abbzuspringen droht und bereits einmal gesichert wurde.

Weiters dürfte hier versucht worden sein Wasser abzuleiten, es liegen einige Kunststoffrohre herum, sowie eine alte Dachrinne und eine Brechstange. Der Überhang dürfte mit einer Stützmauer gesichert worden sein. Wärend ich mich einkleide raschelt es plötzlich im Laub hinter mir, da steht wie aus dem Nichts eine Gämse keine 5 Meter entfernt vor mir und sucht gleich wieder das Weite, es ist anzunehmen, dass die Tiere diesen Ort häufig zur Tränke aufsuchen.
Der Eingang der Höhle liegt etwa drei Meter hoch und ist völlig mit Moos überwuchert.

Der Eingang ist nur etwas mehr als ein Meter breit mehrere Stufen und Tümpel sind zu überwinden, einst standen hier Holzleitern, Teile davon liegen weiter im Inneren und sind bereits unbrauchbar.

An der Wand sitzt hier eine Steinfliege (Plecoptera) was auf Larven im Wasser schließen läßt. Es folgt Gang mit einer Eintiefung die möglicherweise künstlich erweitert wurde, nach einem Gangknick mit kleinem Tümpel erweitert sich der Gang ehe sich nach einer weiteren Gangstufe vom 3m die Gänge verzweigen, dieser Bereich ist bereits sehr schön versintert.




Im Lehm matschigen sind Fußabdrücke zu erkennen, mölicherweise von Einheimische die diesen Ort aufgesucht haben. Eine weitere Kluft führt nach Osten, hier finden wir schöne Tropfsteingebilde, Fledermäuse schwirren um unsere Köpfe.


Die Kuft entwässert in den Hauptgang und wird an einer schiefen Platte enger. Teilweise sind rote Pfeile und Rußspuren an den Wänden. Kurz bevor die Dunkelheit einsetzt verlassen wir die Höhle und den Wald wieder.
 https://vimeo.com/219153834

































Dienstag, 23. Mai 2017

Waldneukirchen Teufelsturm Brunnenschacht

Bereits vor 20 Jahren hatte eine kleine Gruppe von Forschern das geheimnisvollen Loch, in Waldneukirchen „Teufelslucka“ von Schutt befreit. Diese Schatzgräber suchten einen geheimen Gang nach Grünburg, aber auch Gold- und Silbermünzen. Sie fanden Tonscherben und einen 30 m tiefen Brunnenschacht. Diese Tonscherben wurden auf eine Alter von über 700 Jahre bestimmt. 



 



Die Sage über den Teufelsturm berichtet auch von den einzigen zwei Dingen, die angeblich noch vorhanden sind: das sind die alte Glocke und die Kirchentür, die beide in der Kirche von Waldneukirchen zu sehen sind. Ob diese Objekte wirklich vom "Teufelsturm" stammen lies sich bis heute nicht feststellen.

Der Höhlenforscher Josef Weichenberger untersuchte den Brunnen genauer und stellte fest, dass die untersten neun Meter aus behauenen Steinen gemacht wurden. 
Vermutlich ist Ende des 14. Jahrhunderts die Burg abgebrannt,  der Aufwand für die Errichtung des Burggrabens und vor allem für den Brunnen ist außergewöhnlich, weil Burgen dieser Größe nur Zisternen hatten.







Das mystische Alpenvorland hat, großteils jahrhundertealte Straßen und Wege, die schon unsere Vorfahren benutzten. Und urig sind auch viele der Flur- und Flußnamen und sogar die Namen der Gehöfte zeigen oft sonderbare Namen. So gibt es unweit von Waldneukirchen einen kleinen Bach namens "Teufelsbach", der durch die "Höllschlucht" verläuft und einen ganz bestimmten Geländesporn umfließt, der den Namen "Teufelsturm" trägt. Und genau über diesen "Teufelsturm" rankt sich die Sage über eine Burg, die hier gestanden haben soll. Diese günstigen landschaftlichen Voraussetzungen wurden im Mittelalter zur Anlage einer Abschnittsbefestigung genützt.
 
Die ortsansässige Bevölkerung, Heimatforscher, Archäologen und Gemeindebedienstete gingen "ihrer" Sage auf den Grund und konnten in zwei geleiteten Grabungen in den Jahren 2003/2004 einige beachtliche Erfolge verbuchen. So wurden nicht nur mehrere aussagekräftige Fundstücke geborgen, wie etwa ein Radsporn, mehrere Fragmente von Noppenbechern und Armbrusttüllen, es konnten auch relevante Mauerzüge und eine ungefähre Lage einer tatsächlich hier gestandenen Burg dokumentiert werden. 




Freitag, 12. Mai 2017

Lostplace Deep Valley

Wie so oft überflogen wir die Landkarte und siehe da, und es dauert nicht lange und wir sahen durch ein Dach ins Innere eines Hauses, unser Zielgebiet stand fest!
Wir fuhren in ein langes tiefe Tal und blieben abseits der des Weges stehen laut Karte lag unser Zielobjekt keine 15 Minuten entfernt. 
Steil führt ein Schotterweg zum Objekt schon erkennen wir das Dach welch hinter hohen Gras näher kommt. 
Vorsichtigen Schrittes begeben wir uns hinter das Gebäude, hier fehlt die Mauer man sieht bereits ins Innere eine desolaten Gewölbes, im Hof inneren wächst und gedeiht es, Stauden und Brennnessel stehen dicht an einander.

In der Scheune steht ein alter Leiterwagen, Räder liegen am Boden. Der Stall dunkel und leer durch einen Spalt gelangen wir auf die Rückseite des Gebäudes hier ist die Wand nach aussen gekippt und ein Loch führt über eine Schutthalde ins dunkle eines altes Gewölbekellers. 
Oberhalb die Reste der Stube, hier erwartet uns eine Kochstelle, die blauen Fliesen lassen den Raum gar nicht so alt wirken.
Außerhalb erobert sich die Natur diesen Ort zurück, verstreut liegen hier alte Eichenfässer durch ein dunkles Loch sieht man in den Keller hinab.
Wir steuern den die nächste Zeitkapsel an, durch ein offenes Fenster gelangen wir schnell ins Innere. Ein Autoreifen nach dem anderen säumt den Gang, 

in der Küche nur mehr der alte Herd den wir vorfinden. Wir finden eine Kammer, mit alten Autoteilen und Holzfässern, kleine Fledermäuse schwirren uns um die Köpfe. 

Hinter einer Türe entdecken wir den Stiegenaufgang vorsichtig setzen wir den ersten Schritt auf den Dachboden ein Herd darauf ein alter Fernsehapparat alte Kleidung, die Luft ist hier erfüllt von morbiden Gestank und Feuchte. 



Bücher und Zeitschriften und anderer Kleinkram, liegt hier seit annähernd sechzig Jahren. 


Draussen versinkt der Himmel in Abendröte und so beschließen wir unsere Zeitreise zu beenden.

Freitag, 5. Mai 2017

Obersalzberg "Hotel zum Türken"

Der Besuch der Bunkeranlagen, die genau unter dem Hotel liegen, ist eine direkte Konfrontation mit der deutschen Geschichte. Bei Interesse haben Sie die Möglichkeit, einen Teil der im Zweiten Weltkrieg entstandenen weitverzweigten Bunker- und Verteidigungsanlagen vom Hotel aus zu begehen. Die "Bunkerbiografie" liegt hier auf und kann eingesehen werden.
Das gesamte Areal auf dem Obersalzberg, wurde von den Nazis in den dreißiger Jahren enteignet und die ansässigen Bauern und Pensionsbesitzer vertrieben. Heute gehört es dem Freistaat Bayern als Rechtsnachfolger der NSDAP, der Partei Hitlers. 
Bis 1930 war das Gebiet geprägt von uralten Bergbauernhöfen und einigen Pensionen, in denen bessergestellte Herrschaften ihre Sommerfrische verbrachten. Dann kaufte Hitler das relativ bescheidene Landhaus "Wachenfeld", nach seiner Wahl zum Reichskanzler zog ein Großteil der NS-Machtelite auf dem Obersalzberg ein: Göring, Martin Bormann, Albert Speer.
Kasernen für die SS wurden aus dem Boden gestampft, das Hitlers Domizil unmittelbar benachbarte Hotel "Zum Türken" wurde Hauptquartier des Sicherheitsdienstes.
Von 1943 an wurde der Berg ausgehöhlt wie ein Kaninchenbau. Hitler, Bormann und Göring ließen sich jeweils eigene, teils miteinander verbundene Luftschutzbunker bauen, die mit allem versehen waren, was zum Überleben und zur Kommunikation nach außen notwendig war.


Hitlers Bunker war der größte: 614 Meter Gänge, 19 Kavernen, mit Privaträumen für Hitler, seinen Diener, seine Gefährtin Eva Braun, den Leibarzt Dr. Morell, mit Küche, Telefonzentrale, Privatarchiv, Operationsraum, Hundezwinger, gesichert mit Gasschleusen und Maschinengewehrständen. 65 Marmorstufen führten von der rückwärtigen Wand des "Berghofs" in den Bunker, es gab zwei Notausgänge und einen Verbindungstunnel zum SD-Hauptquartier, dem früheren und späteren Hotel "Zum Türken".

Die Bunker hielten den Bombenabwürfen ohne weiteres stand, aber sie wurden bald völlig geplündert - zuerst von US-Soldaten, dann von Anwohnern.