In der "Josefinischen Fassion" findet sich aus dieser Zeit folgender Hinweis: "Es befinden sich auf dem Gaisberg zwei Stollen, aus welchen sehr gutes jedoch weniges Eisen gebrochen wird."
Auf dem Sattelflur der angrenzenden Kampwiese fand man einst die Spuren alter Siedlungen, Umrisse kleiner Hütten und Gärten.
Da wir letztesmal unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten da die Vegitation zu übermächtig war, hatten wir auch heute Sorge, dass wir unter der 40cm hohen Schneedecke die Eingänge nicht wieder finden!
Jedoch konnte zu unserer Überraschung ein Zugang zügig gefunden werden,
hinter dem dampfenden Loch geht es allerdings beinahe 4 Meter senkrecht
in die Tiefe, ohne Hilfsmittel gelangt man hier nicht mehr heraus!
![]() |
Ein weiteres Mundloch konnte nur nach einigen graben vom Schnee befreit werden.
Auf dem Rücken rutschte ich gut 3 Meter ins Loch hinab ehe sich der Raum erweitert.
Hinterbei öffnet sich der Gang, schon gleich muss eine ein Meter hohe Mauer aus Versatzsteinen überwunden werden. Knapp einen Meter breit führt der Stollen tiefer in hinab, vorbei an glatten Wänden, über bereits verbrochene Engstellen oft weinger als 50m Breite.

![]() |
| Amilenus aurantiacus |
![]() |
| Kleine Hufeisennase |
Am Ende des Stollens befindet sich an der tiefsten Stelle eine kleine Lacke, auch die Art den Vortriebes ist hier noch gut zu erkennen und weist den Stollen als einen der "jüngeren" aus.
Die geringe Mächtigkeit der Erzlager, kleiner Eisengehalt und Hochwasserschäden an den Verhüttungsanlagen verursachten laufend Schwierigkeiten und längere Betriebsunterbrechungen, sodass der Abbau dann spätestens gegen Ende des 18. Jahrhunderts endgültig eingestellt worden sein dürfte.





















