Freitag, 15. Juli 2016

Lost Place Ufer

Wir parken etwas abseits und nähern uns dem Objekt und drehen eine Runde um den Bau. Das Haus ist in sehr schlechten Zustand, Teile der Decke sind ins Erdgeschoss gestürzt.
Im Keller sowie im gesamten Haus treffen wir unzählige Fledermäuse an. Auf einer alten Bauerntruhe finden wir sehr alte Aufschriften, wir schreiten vorsichtig über die Stube ins Kabinett.
Wir finden Gebetsbücher, am Kasten Pornohefte aus den 1970ern, sowie Kleidung und viele Alltagsgegenstände.




Kellertreppe
Inschrift auf alter Bauerntruhe
Tischofen in der Stube
Kabinett

Lebensmittelmarken

 



Die Waschküche, ein dunkler Raum, an der Decke Fledermäuse eine Petroleumlampe ein gemauerter Ofen und Trog sowie eine alte Waschmaschine mit intregrieter Schleuder, wohl damals ein Luxusteil.




große Huffeisennase


Im hinteren Teil befindet sich eine art Werkstatt und Lagerraum, voll mit Flaschen unbekannter Chemikalien alter Gerätschaften... alles deutet darauf hin das dieser Ort seid den 1970 Jahren  verlassen steht




Radioempfänger

... unverändert verlassen wir diesen gefährlichen schönen Ort, und beenden unsere Zeitreise








Dienstag, 5. Juli 2016

Update St. Valentin Nibelungenwerk

letzter Tourbericht


Im Winter 1939/40 - also kurz nach der Okkupation Österreichs durch das Deutsche Reich - liegen die Pläne auf dem Tisch in St. Valentin die bedeutendste Panzerfabrik der Nationalsozialisten zu errichten. Sankt Valentin lag damals wie auch heute an einem bedeutenden Bahnknotenpunkte und nicht weitab von Linz, wo sich noch heute die bedeutendste Stahlfabrik auf österreichischen Gebiet befindet. 
Das sogenannte Nibelungenwerk war kurz nach seiner Eröffnung ein Anziehungspunkt für die damalige nationalsozialistische Prominenz: Adolf Hitler, Hermann Göring, Gauleiter Dr. Jury, Gauleiter Eigruber und Ferdinand Porsche besuchten in den Jahren 1942/43 das Werk. 
Bis Kriegsende wurden hier von insgesamt 8.200 Standardpanzern 4.350 Stück produziert. Die Wirtschaft und das Regime arbeiteten eng zusammen. Hunderte Hektar Wald wurden den damaligen Eigentümern zu günstigsten Konditionen abgekauft.
Weiters wurden dem Betrieb billige Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt. Gegen Ende des Krieges arbeiteten ca. 10.000 Personen aus 14 Nationen in Nibelungenwerk. Die Gefangen, die hier unter unmenschlichen Umständen ihre Arbeit verrichten mussten, waren meist Kriegsgefangene.
Als sich die Todesfälle unter den Gefangenen häuften gab es keine Totenbeschau mehr.





Abends erreichten wir unser Zielgebiet, das dichte Gestrüpp erschwerte das finden des Zielobjekts ein Splitterschutzdeckungsgraben  erheblich, zwei Eingänge konnten gefunden werden und die Anlage befahren werden. Doch wie sich herausstellte waren wir nicht allein! Zwei Siebenschläfer beobachten uns auf Schritt und Tritt, einer ließ sich sogar berühren. Die Anlage selbst ist baulich in relativ guten Zustand, Teile der Elektroinstallationen gibt es noch zusehen sowie die Kammer in der die Lüftungsanlage stand. Die Eingänge wurden gezielt verschüttet.











Nachdem amerikanische Aufklärungsflugzeuge das Werk ausgespäht hatten, folgten Bomberstaffeln. Ein Großteil des Nibelungenwerks wurde in Schutt und Asche gelegten. Die Produktionsstätten wurden in sichere Stollen nach Ebensee, Gusen und Melk verlegt.






Der sogenannte Sanitätsbunker, was eigentlich ein Bunker zum Schutz der SS bei Luftangriffen war ist noch immer mit Eisenkisten verstellt.


 
Das KZ steht auch heute noch nicht unter Denkmalschutz. Magna Österreich benutzt unmittelbar neben dem ehemaligen Konzentrationslager eine LKW-Teststrecke, die 1978 von der Steyr-Daimler-Puch errichtet worden ist.

Quelle: Unterirdisch Forum


Luftbild
http://www.suttonverlag.at/buch/das_nibelungenwerk_1938_bis_1945_978-3-86680-490-6.html
Buch Tipp