Freitag, 24. August 2018

Schoberstein Forststraßen Höhle 1668/4

Die Forststraßen Höhlen befinden sich an der Südseite des Schobersteins auf über 1000 Meter Seehöhe, auf Nivauhöhe einer Forststraße welche beim Bau dieser angefahren wurde.

In Kniehöhe befinden sich zwei Löchen welche einige Meter tief an einer Verwerfung hinab laufen und in einer Kammer enden, an welcher zur rechten Seite ein schätzungsweise 10-20m tiefer Schacht ansetzt. Beim rechten der beiden Löcher kann man ohne Probleme bis zum Grund abklettern und gelangt direkt oberhalb des Schachtes auf den Grund.


Den Schacht konnten wir ohne Technischemittel nicht tiefer befahren!
An der hinteren Wand sind Tropfsteingebilde zu erkennen, sowie ein weiterer enger Spalt durch den Licht ins Innere dringt.
Die Höhle am Schobestein, eine klassische Verwerfung welche diesen Hohlraum bildet.

An der Nordseitedes Schobersteins treten starke, teils abnorm kalte Karstquellen zu Tage die jedoch nicht aktiv zur Höhlenbildung beitragen. Im Landschaftsaufbau sind verschiedene kalkreiche Gesteine bestandesbildend, hauptsächlich Hauptdolomit und Wettersteinkalk, die allerdings kaum über die Waldgrenze aufragen. Darüber liegt Vilserkalk in der Form lichter Kluftflächen vor. An den Südabhängen treten sie in Verbindung mit massigen, fossil­armen Jurakalken auf, welche sehr oft in Felsmauern gegen Breitenau hervor­ treten.

https://www.hoehlenforschung.at/http://www.edv-knoll.at/dab/Hoehlenkunde/


Montag, 20. August 2018

Hinterstoder Wildbachhöhle 1628/12



Wir folgen einer Forststraße bis auf 975m, die sich immer höher den Berg hinauf schraubt, Serpentine um Serpentine beflankt von hohen brüchigen Felswänden, stehen wir an einem unscheinbaren plattigen Bachbett welches etwa 40m aufwärts zum Eingang führt, dieser an einer niedrigen Felsstufe liegt, eine unscheinbare schräge Schichtspalte.
Eingangsteil ist nur durch eine feuchte schräge Spalte zugänglich. Gleich dahinter erweitert sich die Höhle zu einem Gang, an dessen Ende öffnet sich ein Schacht von 5.5 m Tiefe, der aber leicht abgeklettert werden kann.
Unten geht es noch wenige Meter über einen angeschwemmten Berg von Schutt leicht abwärts, heute scheint alles trocken zu sein, eine steil einfallende Schichtfuge bestimmt den weiteren Höhlenverlauf welche nur Kriechend überwunden werden kann.
Unmittelbar danach steigt man in der schrägen Fuge etwas aufwärts, dahinter wird sie so eng, daß sie gerade noch schliefbar bleibt, alles ist trocken.


Dahinter erreichen wir eine bestimmt 10m hohe Halle, wo normalerweise aus einem Loch rechts oben in der
Wand ein mächtiger Wasserfall tief herabstürzt, heute ist nicht ein Tropfen zu sehen.

Wir steigen Bergseitig etwa 5m auf wo eine Seilversicherung angebracht wurde.



Ich steige ohne meine Begleiter die Seilversicherung hoch, durch ein Loch in der Decke gelangt man ins obere Stockwerk, welches leicht nach rechts abfällt, und in ein kleiner Canyon zur Talrichtung führt, ein kleiner Tümpel wird überwunden. Am Ende des Canyons stehe ich an der Stelle wo ansonsten der Wasserfall in die Tiefe fällt.
Ich folge dem Canyon weiter nach oben, finde aber nach einigen erfolglosen herumsuchen die sehr enge Kluft  Fortsetzung nicht und kehre um?

Unten suchten wir die Stelle ab, an welcher ansonst der Wassertümpel steht, einzig ein mit Lehm verfülltes kleines Loch (unschliefbar) scheint der Ablauf zu sein.

"Jedoch bildet der Wassertümpel ansonst einen Sunk, der bei Regen zur Falle werden könnte. 
Der Höhlenbach tritt wenige Meter unterhalb des Höhleneinganges aus einer Schwinde wieder zu Tage, gleich darauf verschwindet er nochmals unter großen Blöcken um schließlich in den Forststraßenponor (Schluckloch) hinabzustürzen." E. Fritsch

http://www.edv-knoll.at/dab/Hoehlenkunde/