Den Haselbach im Reichraminger Hintergebirge nutzte man etwa 4 Jahrhunderte lang zur Holztrift. Im Oberlauf nennt man ihn Ameisbach, wo er den Gamsbach und Zornbach aufnimmt. Ab diesem Zusammenfluß heißt er dann Haselbach. Er zwängt sich anschließend durch die sogenannte Haselschlucht, die in bis zu 250m hohen Felswänden aufragt.
Die Schilderung
der Erstbefahrer dieser Höhle regte die Phantasie noch an. Bald rankten
sich Sagen um diese geheimnisvolle Höhle, die die Einheimischen bald
als Goldloch bezeichnen.
In der Schlucht nimmt der Bach diese
Karstquelle auf, die dem Haselbach große Wassermengen zuführt. Der
Quellaustritt tritt aus einem niedrigen Höhlenportal. Die Höhle ist sehr
nieder, nur eine sehr enge,niedrige Schichtfuge führt weiter in den
Berg.
HAUENSCHILD schrieb später diese Sage nieder: „An der Haselmauer befindet sich eine Höhle, von der abenteuerliche Gerüchte besagen, dass innen ein stundenlanger See sei, aus dem
Karfunkelsteine herausragen, dass sie große Schätze berge, aber jeden Besucher verschlinge.“
Karfunkelsteine herausragen, dass sie große Schätze berge, aber jeden Besucher verschlinge.“
Das Wasser der Karstquelle kommt vom Sitzenbach. Der Sitzenbach fließt westlich der
Haselschlucht. Das Wasser des Sitzenbaches verschwindet im
Hetzgraben bei einer Schotterbank im Untergrund (30l/s). Die Stelle, an der der Sitzenbach versitzt, liegt östlich des Goldlochs, tausendeinhundert Meter Luftlinie davon entfernt. Das Wasser kühlt bei
seinem unterirdischen Durchgang durch den Berg sehr stark ab. Deshalb ist das Wasser des
Haselbaches ab dem Goldloch gar so kalt.
Vom Eingang weg wird die Höhle rasch niedriger. Eine enge, niedrige Schichtfuge führt weiter in den Berg. Dieses finstere, geheimnisvolle, wasserspeiende Loch faszinierte wohl auch die Holzknechte.
Irgendwann krochen besonders Wagemutige bei wenig Wasser in den engen Spalt.
Am Bauch robbend schoben sie sich Stück für Stück vorwärts. Schließlich vereitelte eine Wasserstelle das weitere Vordringen. Man sah aber aus dem Wasser noch einige geheimnisvolle Felsgebilde herausragen. Und vom jensseitigen Ufer des kleinen Sees glitzerte irgend etwas herüber.
Die Schilderung der ersten Höhlenbefahrer regte die Phantasie noch weiter an. Bald ranken sich
jedenfalls Sagen um diese geheimnisvolle Höhle, die man nun als Goldloch bezeichnet!



