Ihren Namen erhielt die Höhle von der Mineralfarbe "Rötel" welche hier durch verschiedene Eisenoxide, den Steinen seine rote Farbe verleiht.
Schon im Mittelalter so wird berichtet sollen "Welsche" sogenannte Venedigermandeln nach Erzen und Gold geschürft haben sollen, auch in der Reformationszeit soll die Höhle aufgesucht worden sein.
Das Eingangsportal ist eine Felsverschneidung aus welcher einst der Bach aus dem Berg floß, ehe er sich später einen neuen Weg ins freie suchte. Über eine Geröllhalde steigt man etwa 30m bis zum Wasserspiegel in eine hohe Halle ab, ein weiterkommen ist ab hier nur mehr mit Höhlen-Tauchausrüstung möglich! |
Wissenschaftlich erforscht wurde die Rötelseehöhle erstmals 1880, wo ein selbstgebautes Floß zu Wasser gelassen wurde, um Luft- und Wassertemperatur zu messen sowie die Tiefe des Sees ausgelotet wurde.
Schon seit 1887 weis man das der Rötelseebach über eine Verbindung zur der Höhle verfügt welche diesen speist.
| Archiv des Vereins für Höhlenkunde Ebensee, Ansichtskarte 1904 |
Ab der rechten Wandseite sind über dem Wasserspiegel Eisentraversen erhalten, welche einst über einen Holzsteeg weiter in die Höhle führten.
2009 nahm der Höhlentaucher Gerhard Wimmer die Forschung wieder auf und erreichte auf -48m die Sohle des Tunnels, Peter Kollersberger konnte in einem Schlot den er erklomm eine zurück gelassene Holzleiter entdecken die einst ein Forscher (Herndler) 1882 zurück ließ.
Wir konnten einige Höhlenflohkrebse im Uferbereich ausmachen.