Montag, 10. Juni 2019

Traunsee Röttelseehöhle 1618/1

Viele Legenden und Mythen erzählt man sich bis heute über die Geheimnisvolle Rötelseehöhle, welche am Ostufer der Taunsees liegt. Das Berginnere beherbergt mehrere Siphon verbundene Seen welche weit in den Berg hinein reichen und eine der faszinierendsten Wasserhöhlen Österreichs bilden.

Ihren Namen erhielt die Höhle von der Mineralfarbe "Rötel" welche hier durch verschiedene Eisenoxide, den Steinen seine rote Farbe verleiht.

Schon im Mittelalter so wird berichtet sollen "Welsche" sogenannte Venedigermandeln nach Erzen und Gold geschürft haben sollen, auch in der Reformationszeit soll die Höhle aufgesucht worden sein.

Das Eingangsportal ist eine Felsverschneidung aus welcher einst der Bach aus dem Berg floß, ehe er sich später einen neuen Weg ins freie suchte. Über eine Geröllhalde steigt man etwa 30m bis zum Wasserspiegel in eine hohe Halle ab, ein weiterkommen ist ab hier nur mehr mit Höhlen-Tauchausrüstung möglich!

Wissenschaftlich erforscht wurde die Rötelseehöhle erstmals 1880, wo ein selbstgebautes Floß zu Wasser gelassen wurde, um Luft- und Wassertemperatur zu messen sowie die Tiefe des Sees ausgelotet wurde.

1881 wurde ein Steig angelegt und ein Jahr später eröffnet, mit einem Floß und einer Höhlenbeleuchtung, Tanz und einem Festmal in der Karbachmühle. Von Steig zur Höhle ist kaum mehr was vorhanden, manchmal ist dieser nur eine Schuhsohle breit, ausgesetzt und steil!
Schon seit 1887 weis man das der Rötelseebach über eine Verbindung zur der Höhle verfügt welche diesen speist.

Archiv des Vereins
für Höhlenkunde Ebensee, Ansichtskarte 1904

Ab der rechten Wandseite sind über dem Wasserspiegel Eisentraversen erhalten, welche einst über einen Holzsteeg weiter in die Höhle führten.

Plan Tauchschule Traunsee 2009 (Mattes)


2009 nahm der Höhlentaucher Gerhard Wimmer die Forschung wieder auf und erreichte auf -48m die Sohle des Tunnels, Peter Kollersberger konnte in einem Schlot den er erklomm eine zurück gelassene Holzleiter entdecken die einst ein Forscher (Herndler) 1882 zurück ließ.


Wir konnten einige Höhlenflohkrebse im Uferbereich ausmachen.





Samstag, 1. Juni 2019

Eiskapelle am Steyreck

Durch den langanhaltenden Schneefall und die damit verbundenen Lawinengefahr fand ich heuer erst Ende Mai die Zeit um nach dem Eis der Höhle zu sehen.
Der Weg war bis auf den direkten Zustieg Schneefrei und so konnte ich nach dem überwinden einiger kleiner Schneefelder Problemlos zur Eiskapelle absteigen.
Vor dem Eingangsportal lag noch ein kleiner Schneekegel, in der Höhle dann das selbe Bild wie letztesmal. Zur linken Seite direkt an der Wand eine gut 3-4m Höhe Eis Skulptur, hinter welcher es noch einige Meter in einem Spalt nach unten geht.
In der Mitte eine gut 6m Höhe Eissäule die aus der Höhlendecke zu wachsen scheint, gleich dahinter eine Sichelförmiger Eis Stalagit über 4m.
An der ganz rechten Wand der kleine Eisfall , von welchem mit einem gewaltigen krachen sich ein kleiner Teil löste während ich nebenbei einige Fotos schoss.
Ganz in der Mitte eine bereits in sich zusammen gefallene Säule, nur mehr große Eisbrocken und ein Eiskegel am Boden erinnern an Sie. Eine Bewetterung ist nur im hinteren Bereich wahrzunehmen, keine Fledermäuse gesichtet.
Nach einem kurzen Besuch am Steyreck ging es wieder zum Haselgatter, vorbei an dieser beeindruckenden Froschlacke.