Dienstag, 31. Oktober 2017

Roßleithen Rettenbachhöhle "Teufelsloch" 1651/1

Die Rettenbachhöhle das sogenannte Teufelsloch bei Windischgarsten ist eine periodisch aktive Wasserhöhle, am Südabfall des oberösterreichischen Sengsengebirges gelegen. Sie stellt ein relativ großräumiges wenig verzweigtes und konstant temperiertes Gangsystem mit mehr als 1300 Metern Länge dar. Die Höhle ist durch das Vorhandensein einer reichhaltigen Fauna gekennzeichnet. insgesamt konnten im tagfernen Bereich 20 Tierarten nachgewiesen werden. Diese beinhalten z.T. seltene bzw . gefährdete Formen oder Arten mit extrem kleinem Verbreitungsgebiet, der Höhlenkäfer Arctaphaenops muellneri ist ausschließlich
für die Rettenbachhöhle nachgewiesen , das Urinsekt Pseudosinella aueri nur für das Tote Gebirge und die Rettenbachhöhle. Von den Tierarten gehören 11 zu den Insekten, je eine zu
den Krebsen und Milben, sowie zwei zu den Schnecken und 5 Säugetierarten.
Zwei Insektenarten gelten als Neufunde für Oberösterreich, sowie die seltene Bechstein-Fledermaus ist der zweite Nachweis für Oberösterreich.
(Weißmair/Hauser 1992)





Der Hintere Rettenbach entspringt einer Karstquelle, unterhalb der Rettenbachhöhle, dem sogenannten Teufelsloch. Es existieren drei Hauptaustrittsstellen. Bei Niederwasser tritt das Wasser etwas unterhalb aus blockigen Klüften am linken Berghang aus. In heißen Sommern ist der obere Quellbach ganz trocken, so dass der Hintere Rettenbach aus immer aktiven Übersprüngen an den Fischteichen am Jagdhaus Rettenbach entspringt. Nach Starkregenereignissen oder der Schneeschmelze kann das Wasser sogar aus dem Höhlenportal des Teufelsloches, mit einer Schüttung von mehreren Kubikmetern pro Sekunde kommen. Die Rettenbachquelle schüttet durchschnittlich 1100 l/s. Das Einzugsgebiet umfasst sicher den zentralen Teil des Sengsengebirges um den Hohen Nock