Sonntag, 19. Februar 2017

Linz Auhof und St. Magdalena

Der Luftschutz-Stollen St. Magdalena liegt am Weg unter der Kirche,
ein Stück weiter westlich gibt es ja noch die Hofbauerstiege sowie die der Stollen der auch  Magdalenahöhle genannt wurde, dies ist ein in den Fels gearbeiteter Luftschutzstollen der aber nie vollendet worden ist. Es ging da ein Stück in den Berg. Vor Jahren wurde sie fast ganz zugeschüttet damit keiner mehr hinein kam.

Zitat:
"Ich weiß das noch aus Erzählungen meiner Großmutter.
Diese Schutzeinrichtung war aber nie sehr beliebt, das lag am "Publikum".
Sie hat lieber mit den Kindern den Weg nach Linz auf sich genommen - wenn noch Zeit war.
"

 Der Stollen geht bis unter das ehemalige Gasthaus zur Linde


Die heute noch bestehenden Gebäude des Aubrunnerweg 1-49 sind Teil einer groß geplanten Infanteriekaserne für die Deutsche Wehrmacht, die ein Wohngebiet abschließen sollte, welches die gesamte Ebene des Schlantenfeldes eingenommen hätte. Die Bauten beginnen an der Altenberger Straße mit einer annähernd hufeisenförmigen, zweigeschossigen Anlage mit mächtig aufragendem viergeschossigen Eckturm und setzen sich fort mit fünf zweigeschossigen, langgezogenen freistehenden Blöcken in paralleler Anordnung. Schlichte Fassadengliederung mit additiver Achsenabfolge und dem üblichen Erscheinungsbild einfacherer NS-Siedlungen.
Erbaut 1940/41 vom Heeresbauamt. Das Projekt wurde 1942 großteils zurückgestellt.
Es soll auch 2 Luftschutz-Stollen Auhof gegeben haben, sowie mehrere Lager für Zwangsarbeiter, darunter das Lager Dornach sowie das Lager Schlantenfeld. Auf Areal der Kepler Uni war ein Gefangenenlager. Nachforschungen ergaben, dass es sich dabei um ein Kriegsgefangenenlager gehandelt haben dürfte, das auf dem Gelände des heutigen Science Parks der JKU angesiedelt war. "Bis zu 5000 sowjetische Gefangene könnten hier bis 1945 untergebracht worden sein.

Am möglichsten scheint, dass die Projektierung der Stollen deutlich größer angedacht war, vermutlich jedoch erst kurz vor Kriegsende mit der Prospektierung begonnen wurde. 

Im Jänner 1945 hatte es übrigens noch eine Luftschutz-Planung für einen „Stollen Auhof“ 
gegeben: für 1200 Personen mit Vermerk „vorgenehmigt, bei Wehrmachtshilfe vergrößert“. Das war vermutlich eher im Bereich des Abhanges der in Kapitel 8 erwähnten (heereseigenen) 
Ausbuchtung von Parzelle 1807 vorgesehen, vielleicht aber auch nördlich des Schlosses, wurde aber offenbar nie verwirklicht. Über einen angedachten „Stollen Dornach“ hieß es damals „entfällt 
dzt.“ (also derzeit)



Ältere Mitbürger berichten von Kelleranlagen unter den derzeitigen Häusern in Dornach-Auhof, im Bereich der Straßenbahnüberquerung Schumpeterstraße soll sogar vor einigen Jahren einmal die Straße eingesunken sein und ein Eingang zu einem Kellersystem frei gelegen sein.

Bunkers auf dem Foisnerplatz in Urfahr, der 1949 begonnen wurde. Vor

ihm war sehen der „Passiankeller" in EbelsbergBunkers auf dem Foisnerplatz in Urfahr, der 1949 begonnen wurde. Vor

ihm war sehen der „Passiankeller" in Ebelsberg Nr. 95 ausgebaut werden.

Dienstag, 14. Februar 2017

Ebensee Deckname Zement A

Die Stollenanlage liegt auf dem Steinbruchgelände der Firma Zementwerke AG, in Ebensee. Der Steinbruch liegt in den NW-Abhängen des Haslergupf, einer Vorlagerung des Eibenbergs und ist von Ebensee aus kaum zu übersehen. Die insgesamt 21 Portale liegen in 430 bis 480 m Seehöhe. 
Das Stollensystem Anlage A weist eine Gesamtlänge von 5440m auf. Die Anlage besteht aus einem Hauptsystem, das durch insgesamt 9 Schächte mit einzelnen höherliegenden Stollen in Verbindung stehen. Das Hauptsystem besteht aus 12 Stollen, von denen die längsten fünf eine Länge von 330 m haben. Verbunden werden sie durch zwei bzw. drei durchgehende Querstollen, von denen zwei ebenfalls an den Tag führen. 11 weitere Querschläge verbinden jeweils nur zwei Hauptstollen miteinander. Die baulichen Anlagen erstreckten sich vom Traunseeufer in Rindbach an der rechten Talseite bis zur Offenseestraße, also über eine Strecke von mehr als 4 km.
Im Juli 1943 wurde auch die Raketenfertigung ins damals noch luftsichere Österreich verlegt. Im selbigen Jahr wurde mit dem Aufbau des Lagers in Ebensee und gleichzeitig auch mit dem Stollenausbau begonnen. Das Lager hatte einen durchschnittlichen Stand von 8000 Häflingen, der Höchststand wurde zu Kriegsende mit 18437 erreicht. Insgesamt starben 8745 Häftlinge!! 
Aus einem amerikanischen Militärbericht, der den Zeitraum Mai 1944 erfaßt, geht hervor, daß zu dieser Zeit in Anlage A an 8 Stollen gleichzeitig gearbeitet wurde. Der tägliche Stollenvortrieb betrug für die Pilotstollen etwa 3 Meter je Stollen. Gearbeitet wurde in zwei Schichten: Tagschicht 7.00 his 18.00 und Nachtschicht von 19.00 bis 6.00 Uhr. 
Die Stollensysteme bestehen aus großräumigen Hauptstollen, die durch kleiner dimensionierte Querstallen verbunden werden. Die Hauptstollen weisen durchschnittlich 10-10,8 m Breiteund ca.10,5 m Höhe auf. 
In den Stollen 7 und 8 sind riesige Tanks aus Stahlbetoneingebaut. Auch im Stollen 9 befanden sich gemauerte Tanks die aber dem Steinbruchbetrieb weichen mußten. Die Destillationskolonnen der Raffinerie befanden sich in den Stollen 8, 9 und 10. Diese Stollen weisen stellenweise enorme Raumhöhen auf. Im Stollen 9 befinden sich zwei mit Beton ausgekleidete Hallen mit einer Höhe von 17 bzw. 19 Meter. Vermutlich handelt es sich hierbei um die geplanten Raketenmontagehallen. Von den neun Schächten münden fünf in höherliegende Stollen. Am Portal von Stollen 12 befand sich eine große Bewetterungsanlage. Zwei Schächte im Stollen 11 waren Rauchabzugsschächte, die in einen riesigen Betonklotz münden, der die Form eines Hauses hat und heute noch am oberen Plateau des Steinbruchs steht. Dadurch wollte man Schäden der Anlage durch eventuelle Bombenangriffe vermeiden. Von zwei Schächten in den Stollen 3 und 5 ist der Verlauf und eine mögliche Verbindung mit höherliegenden Stollen nicht bekannt. Die oberen Stollen liegen 20-49,5 m über dem Hauptsystem. Sie sind untereinander nicht verbunden, bilden also kein zusammenhangendes oberes Stockwerk. Bei den Vortriebsarbeiten stieß man im Stollen 5 auf eine aktive Karsthöhle, die ins Stollenentwässerungsnetz eingebunden werden mußte.
 
 


Kurz vor der Befreiung durch die vorrückenden Amerikaner sollte die Anlage samt KZ Häftlingen gesprengt werden, Die Häftlinge erfuhren von Mitgliedern der Bewachungsmannschaft vom Plan des Lagerführers, Anton Ganz, sie in den Stollen durch eine Sprengung zu töten. Beim letzten Appell am Morgen des 5. Mai verweigerten die Häftlinge kollektiv den Befehl der SS, in die Stollen zu gehen. Am Vormittag des 6. Mai befreiten amerikanische Truppen das KZ Ebensee
https://www.hoehlenforschung.at/



https://memorial-ebensee.at/website/index.php/de/start-gedenkstaette


https://www.youtube.com/watch?v=f5t_UUJp-kU

Samstag, 11. Februar 2017

Lostplace Dove

Es ist kaum möglich unbeobachtet ins Gebäude zu gelangen. Wenn man mit dem Auto vorbeifährt fällt einem dieser unheimliche Ort hinter einer Werbetafel nicht sofort auf, jedoch ist die Bausubstanz dieser einstigen Gaststätte sehr alt, und steht vermutlich seit dem verehrenden Hochwasser 2002 leer indem dieser Stadtteil völlig überflutet wurde. Im Erdgeschoss wurde bereits die Decke gestützt das Haus ist stark Einsturzgefährdet!
Beim betreten fällt sofort auf das man sich in einer einstigen Gaststätte befindet, ein kleiner Raum hinterbei beherbergte die Ausschank.



Hier befand sich eine Küche und ein Gastraum, die Kühlkammer mit Zapfhahn ist echt ein Highlight, selbst die Schlüssel hängen noch an der Wand.
Im Erdgeschoss befinden sich sonst nur einige Räume die völlig Zugemüllt sind, flogen der hölzernen Treppe nach oben, hier verläuft ein langer Flur an dessen Seiten jeweils kleine Zimmer sich befinden. Kaum ein Fenster ist noch ganz die Vorhänge zerfetzt und zerrissen, manche Räume sind Zentimeter hoch mit Taubenkot regelrecht überzogen. Risse durchziehen die Wände und künden vom baldigen Ende dieses Bauwerkes.
 

In jedem Zimmer befindet sich ein Stromzähler der anlief sobald man eine Münze einwarf, jedoch nur eine Toilette und ein Bad mit Wanne sowie in jedem Zimmer ein kleiner Ofen.
Auch viele Zeitungen Hefte, Bücher, und Ansichtskarten und Rechnungen diverser Bewohner liegen bis heute verstreut im ganzen Haus.



Dieser Ort zeugt von einem sehr Spartanischen Leben in den 1950ern in denen die Bewohner von damals in einfachsten kargen Räumen ihr Dasein verlebten.
In die zweiten Etage führt wiederum eine Treppe, jedoch lässt sich diese mittels einem Schiebegitter verschließen.





Über einen angelehnte Leiter gelangt man ins Dachgeschoss, auf welchem der Boden mit 30 Zentimetern Taubenkot bedeckt ist, so das die gelagerten Gegenstände nur mehr zur Hälfte heraus ragen, wir vermieden es den Dachboden zu betreten. Wir verlassen dieses Haus welches uns die Einfachheit der kleinen Leute von einst wieder in Erinnerung gerufen hat.

Samstag, 4. Februar 2017

Hallstatt Goldloch Stollen (Hirschbrunnenhöhle)

Der Goldloch-Stollen befindet sich in 535 Seehöhe, 8 Meter oberhalb der Straße von Hallstatt-Lahn nach Obertraun dort wo die Fahrbahn richtung Hirschbrunnvilla abfällt, eine Kluft führt steil und glitschig zum Stollen empor. Oberhalb des Eingangs tritt Wasser hervor, dies unter der Straße den See zuläuft. Der Stollen  wurde einst Hirschbrunnenhöhle genannt, da es sich allerdings um eine künstliche Anlage handelt wird er heute von den Hallstättern Goldloch Stollen genannt.

Stollen  ist  schon sehr lange bekannt und stammt vermutlich aus dem Mittelalter.
Nischen wie in Erdställen sind alle paar Meter in den Fels gehauen und dienten als Halter für Öllichter, auch ist der Ruß oberhalb noch gut zu erkennen.
Den trapezförmigen Stollenmund kann man von der Straße aus nicht mehr  erkennen, wenn man sich in der zweiten Lawinenverbauung über das Geländer des zweiten Fensters beugt ist man dem Aufstieg sehr nah.



Der Goldloch Stollen ist 54,5m  lang und durchschnittlich 1,82 m hoch. Die Sohle ist 50 cm, der First 35cm breit. 



Der ursprüngliche Zweck dieses Stollens ist unbekannt und erlaubt derzeit nur Spekulationen. Gold, zu mindestens in größeren Mengen, wurde hier sicher nie gefunden. Man erkennt gut wie der Stollen einer Kluft nach hinten folgt, vor allem im Eingangsbereich dringt einiges an Wasser durch Ritzen und Spalten in den Stollen, was aber durch sein leichtes Gefälle nach aussen abläuft, der hintere Bereich ist weitgehend "trocken".
Es fehlt sowohl eine Schriftliche Aufzeichung als auch irgendeine Überlieferung.
Im hinteren Teil des Stollens sind noch viele Inschriften zu erkennen, teils aus den 1920ern.



Allerdings soll es Augensteine im Stollen zu finden geben! Wir konnten keine finden.

 Weiters: ist etwa 30m oberhalb in direkter Linie in einer Fels Nische eine Totenkopf Gravur zu finden.
Der Zustieg über die Treppe der Lawienenverbaung war heute besonders schwierig da noch gut 50cm Schnee lagen und man Stellenweise noch tiefer in den Schnee einsank.
Oberhalb des Stollens wurde sicherheitshalber ein Seil an einem Baum besfestigt um den Ab/Aufstieg etwas zu erleichtern. Anfangs ist der Stollen sehr niedrig jedoch nach einigen Metern gewinnt er an Höhe. Hier dirngt sehr viel Wasser durch Ritzen und Spalten ein und es regnet von der Decke. Die Sole des Stollens steigt leicht an, hier sind mehrere Spinnen zu finden sowie Höhlenlangbeine und Zackeneulen im Winterquartier. Am linken Rand im hinteren Stollenteil fanden wir unter Steinen mehrere Barberfallen die wohl hier vergessen wurden sowie viele Inschriften teilweise aus den 1920ern auch in Kurrentschrift verfasst. Den Straßenverkehr nimmt man selbst im hinteren Bereich deutlich wahr.fa

https://vimeo.com/202672760






https://www.youtube.com/watch?v=jbMldYjoMRA
                                                
Auffallend ist das ganz in der Nähe die Hirschbunnen"Höhle" nur kanpp über den Seespiegel angelegt wurde, bei Hochwasser steht die Höhle/Stollen unter Wasser und mit dem einsetzen der Schneeschmelze am Dachsteinplateau der Stollen für Wochen unbetretbar ist!
Anzunehmen ist das der Muskovit-Kaliglimmer der Grund für den Vorteib des Stollen darstellt. Durch eine Kluftspalte tritt man ein es folgt ein 6m langer Stollen der nur 50cm Höhe aufweist. Keine Quelle berichtet über die Zeit dieses Vortriebs.

Ein Highlight befindet sich zwischen der Lawienenverbauung und dem Fels, hier wachsen Wurzeln metertief herab, und duch ständigen Wassernachfluss versintern die Wurzeln aussen.