Mittwoch, 25. Januar 2017

Lostplace Inn

Heute statteten wir einem  verlassenen Gasthaus einen Besuch ab, es ist uns schon oftmals ins Auge gestochen.
Es ist kein gewöhnliches Haus, es ist ein Bürgerhaus eine einstige Gaststätte.
Schon von der Straße wirkt dieser Ort sehr imposant, auf der mächtigen Eingangstüre äugt uns ein Löwenkopf entgegen, die Fenster sind alle vergittert sowie das meiste Fensterglas fehlt,


 

aus dem ersten Stock wehen zerrissene Vorhänge im Wind.  Die Türen schienen gut versperrt jedoch fanden wir einen sehr engen Schuf der uns Zutritt gewährte und uns ins Innere vordringen ließ um diesen Ort der Vergangenheit in Augenschein zu nehmen. In der Küche stehen Töpfe Gläser und vieles mehr auf der Anrichte neben an die Stube die eine Holzbank umläuft auf den Tischen stehen noch die Gläser, ein alter Kachelofen aus der Jahrhundertwende steht im Eck.

Von hier treten wir vorsichtig und leise in den Gang ein an dessen Ende eine Stiege in einen Gewölbekeller führt, Spinnen und anders Ungetier tummelt sich hier. Es lagern hier modernde Fässer, sowie eine leere Aluminium Kiste auf der in Großen Buchstaben ZAHNARZT ZUBEHÖR steht und ein kleines rotes Kreuz noch zu erkenne ist.Wir folgen der Hölzernen Treppe in den ersten Stock und öffnen die erste Türe. 
Ein Plumpsklo aus Holz gammelt vor sich hin, Schuhe und alte hölzerne Wagenräder stehen im Flur.
Ein Raum mit Kachelofen davor eine Couch die Fensterscheiben wohl schon ewig zerborsten die gräulich schimmernden Vorhänge zieht der leichte Wind über das scharfe Fensterglas und reißt sie in Fetzen, gelbliches Licht dringt von der Straße,
Nebenbei ein Partyraum der mit Eierbechern den schönen aufgemalten Wandschmück verdeckt, Lautsprecher Sitzecke hier wurden einst wilde Partys gefeiert. Im Nebenraum das Schlafzimmer alte Betten voll gerammelt mit alten Flachen und anderen Unrat.


 
Auf einem kleinen Tischchen mehrere Heiligenfiguren die einen unheimlichen Schatten in den Raum zaubern. Immer wieder scheint es als würde sich ein Licht dem Haus nähern angespannte Ruhe, Entwarnung: die vorbeifahrenden Autos zaubern Licht-Schattenfiguren an die Wände, wir steigen noch weiter nach oben ins Dachgeschoß, eine alt Soldaten Truhe verwaist im Eck, viel Staub und ein mobiles Plumpsklo.
So wie wir gekommen sind verlassen wir diesen schönen Ort und lassen ihn mit all seinen Schätzen im Dunkel der Nacht zurück.


Dienstag, 24. Januar 2017

Lostplace Beetletrap

Wir parken etwas abseits in einer kleinen Ortschaft und nähern uns der alten Mühle über die  Straße, eine alte Dame kommt uns kurz vor unserem Ziel entgegen, als sie nicht mehr zu sehen ist zweigen wir ab, und nähern uns durch knirschenden Schnee der Hinterseite des Hauses. Die Fassade ist reichlich mit Stuck verziert, der ockerfarbene Anstrich platzt bereits von den Wänden.

Wir treten in einen kleinen Stall ein. Hier erwartet uns eine Dame, eine Kaugummi Werbefigur die uns entgegen lächelt.
Nun zur Haustüre, aber erst beim zweiten Versuch gibt das alte Mauskastenschloß die Türe frei, und wir verschwinden im dunkel des Ganges. Der erste Raum unauffällig und leer in guten Zustand, der nächste Raum eine Waschküche mit Badewanne und Boiler. Im Gang ein Kasten mit alten Soda Flaschen, Krügen alten Kaffeemühlen einer Waage wie Anno dazumals.
Über eine halboffene Türe treten wir in eine Stube mit Kachelofen ein, man könne meinen hier ist gerade noch wer gesessen und hat am warmen Kachelofen ein Buch gelesen.
Wir schreiten über gebogene und gebrochene Dielen vorsichtig in die Stube in der zentral ein grüner Kachelofen mit Fauteuil steht, ein gedeckter Esstisch und Stühle. Am Fensterbrett ein Telefon mit Wahlscheibe.


Wir begeben uns über eine alte Holztreppe nach oben links durch eine Türe aus Bundglas ein Büro mit Schreibtisch, voll geräumt mit Kassetten und Schallplatten ...
... alten Bildern und Zeitungen, sowie  Niederschriften aller Art. Ein Bett auf dem ein Koffer liegt, am Kästchen darüber eine Waage Medikamente eine leere Geldbörse. Im Kasten hängt eine Unmenge an altmodischen Kleidungsstücken, es riecht nach Moder. Ein alter Computer steht hinter dem Schreibtisch am Boden. Im Gang erwartet uns eine sehr alte massive Bauerntruhe die sich nicht öffnen lies, sowie am Fenster eine Heiligenfigur, eine Marienstatue die mit ihrem Blick den Gang zu überwachen zu scheint.

In der Kammer nebenbei Zeitschriften aus Anno dazumal eine Schaufensterpuppe alte Bilder voll gestopfte Kästen mit Kleindung.


Wir verlassen diesen Raum und wechseln in den nächsten, wieder eine Stube mit gemauerten Ofen und Diwan, ein altes Licht baumelt an der Decke, an der Wand ein Elvis Presley Bild sonst karg und leer, so treten wir in den nächsten Raum ein, eine Art Wohnzimmer, und wir staunen nicht schlecht! Links an der Wand ein Bauernkasten Anno 1798 vis-á-vis in der Kredenzt ein Radio der Marke Graetz. Im Bauernkasten alte Mäntel und Jacken, auf der Innenseite kleben Bilder, eines von Papst Paul VI. sowie Heiligenbilder.
Am Ende des Raumes in der Ecke steht ein Flügel der Marke Franz Fuchs, vorsichtig betätige ich einige Tasten, das Klavier scheint einwandfrei zu funktionieren. Auf dem Glaskasten daneben klebt ein Poster von Ville Vollo mit nackten Oberkörper und Tattoo.

Wir erkunden den Raum weiter und öffnen die Holztüre zum Schlafraum, uns sticht sofort der prunkvolle Stuck an der Decke ins Auge, ein großer Kasten in dem Bücher aller Goethe Klassiker zu finden sind, Nachtkästchen mit Fieberthermometer und Foto, ein Glaskasten mit Heiligenfiguren, ganz in der Ecke ein Puppenhaus. Dem gegenüber an der Wand ein großer alter Spiegel mehrere Stühle, über die Decken und Kleidungsstücke hängen.

Die Bedeutung:
1500 Pontifex Maximus (spät. lat. Papst) in der Mitte: MA RIA (wahrscheinlich Hl. Maria geweiht)
der Zweite Teil könnte sich von Taufe ableiten:  baptismi  korr.  aus  bapmi  P9629


Wir gelangen wieder zurück in den Gang, eine schlechte schmale Holztreppe führt ins Dachgeschoss, der Falldeckel ist halb geöffnet und die Kälte ist hier oben beiessend kalt. Auf Dachböden heißt es Vorsicht da man nie sicher sein kann ob der Boden unter einem hält. Im Schein unserer Lampe erspähen wir eine Unmenge an Gerümpel, dass jeden Antiquitätenhändler einen Freudenschrei entlocken würde.
Eine alte Nähmaschine mehrere Antiquare Radios, Bücher, Hefte, Schallplattenspieler sowie alte Bilder...



Langsam durchstreifen wir das Dachgeschoss unsere Blicke schweifen in alle Richtungen, plötzlich liegt untenhalb ein Partyraum, der nur mehr über eine wilde Treppe zu erreichen ist. In der Mitte steht ein Billardtisch, eine Lautsprecherbox und ein Schlagzeug. In der Ecke liegt ein Zigarettenautomat, ein Arzt Stuhl steht nebenbei und vieles mehr. Am Billardtisch liegt eine VHS Kassette "Porno Girls Privat" ;) weiter hinten viel Gerümpel und wieder ein Bauernkasten Anno 1896 ...




Staunend und vor Kälte gepeinigt beschließen wir unseren Rückzug, so wie wir gekommen sind verlassen wir diesen schönen Ort, der wieder einmal der Zeit entrissen wurde und uns seine Geschichte erzählt hat.

Freitag, 6. Januar 2017

Lost Place Nutstream

Wir parken etwas abseits und nähern uns durch knirschenden Schnee dem Objekt und verschwinden unauffällig im dunkel des Hauses. Das Haus ist noch halbwegs in guten Zustand, Teile der Decke in ersten Stock sind herab gestürzt.
Wir schreiten über einen Stall und Waschraum vorsichtig in die Stube in der zentral ein grüner Kachelofen steht, eine lange Bank die den halben Raum umläuft, eine Nische in der Wand, ein Tisch ohne Platte, durch die glaslosen Fenster dringt eisige Kälte ins Innere. Leere Räume einzig das Licht vorbei fahrender Autos erhellt die Räume, eine Treppe die steil nach oben führt ins Schlafzimmer des Anwesens, welch mit reichlich Stuck an der Decke verziert ist. Der Prunk des einfachen Mannes. Zwei Betten, auf einem ein roter Koffer mit altmodischen Schuhen, keine Matratzen und kalt. Viele Zettel verstreut am Boden.
Wir verlassen den Schlafraum und folgen der steilen Treppe hinab zur Küche. An der Wand eine große Räucherkammer, ein alter Tischherd dazwischen ein Rollstuhl, am Fensterbrett ein toter Vogel neben einem Rehbockschädel der eigenartig mit Wolle umgarnt wurde?
Weiter hinten im Haus eine Werkstatt mit Zaunzeug und unnützen Hausrat, ein Stall für Schweine viele Füttertöge, zwei alte Fahrräder lehen in der Ecke, die Kälte treibt uns aus, so wie wir gekommen sind verlassen wir diesen schönen Ort der wieder einmal der Zeit entrissen wurde und uns eine Geschichte erzählt hat.