Dienstag, 22. Mai 2018

Slovakei: Plavecke Podhradie PP1

Im nördlichen Teil des Berges unterhalb der Burg verbirgt sich der Eingang zu den Höhlen. 
Sie ist die älterste erwähnte Höhle der Slowakei sie wird von vier arten Fledermäusen als Winterquartier benutzt und steht unter strengen Naturschutz. 
Die Geschichte reicht bis 1790 zurück.
Ein Hirtenknabe der auf dem Berg seine Herde weidete, ließ einen Stein in das Loch, dass er vor sich sah fallen. So wurde die Höhle entdeckt, später jedoch wegen des schwierigen Zugangs, 
hatte Graf Palffy einen neuen Eingang ergebauen lassen, durch den man bis heute die Höhle eintreten kann. 



Vor der Höhle lies er einen halbrunden Pavillion/Kapelle errichten. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 11°C ist es die zweitwärmste Höhle in der Slowakei. Die natürliche Höhle, wurde von Graf Pálffy als Lager/Kühlkammer für Lebensmittel genutzt. Im Jahr 1982 gelang es nach großen Anbstrengung in neue Höhlenbereiche vorzudringen, feiner weißer Sinter schmückt die Wände. 

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Höhle die Plavecká jaskyňa, für Touristen geöffnet. In der  Umgebung des Eingangs wurde ein Platz sowie Bänke errichtet, ein gemauerter Bogengang führt ins innere der Höhle. Die in den Rissen der Wände eingebetteten Kerzenhalter erinnern noch immer an die verblasste Pracht, vor allem deutsche Soldaten an den Wänden und Tropfsteinen verewigt. 

Heute ist eine Höhle etwa 717m lang, aber einige Teile der Höhle sind nicht erforscht, hinter dem Haupthöhle teilt sich der Weg in einen Dom und einen Mäander.
Alle Räume waren von weißen Sinter bedeckt, man kriecht förmlich durch ein Tropfstein Labyrinth. Es ist erstaunlich, dass die gesamte Höhle so prachtvollen Höhlenschmuck aufweist und bis heute erhalten konnte.

Wenn Sie diese Höhle besuchen möchten, ist sie am 30. Dezember für die Öffentlichkeit zugänglich. 
Weitere Informationen finden Sie im Speleoklub Plavecké Podhradie.


Caronie Pichler machte die Höhle der Öffentlichkeit bekannt und  >>schrieb<<  einst: 
Am Fuße des Berges liegt der Eingang in die Höhle, eine Türe verschließt den Eingang. Der Weg ist geebnet, sicher geht oder steigt man in engen Gängen zwischen seltsam geformten Massen an Tropfsteinen durch, und gelangt bald in eine geräumnige Höhlenkammer, bald wieder in engere Schluchten, Fackeln erhellen grell die eine Partie wärend sie andere in schauerliches Dunkel hüllen, und so eine Art mystische Beleuchtung hervorbringen; kleine in den Felsen eingepasste Leuchter hier und dort, an weiteren Stellen sogar eine Art von  Kronleuchter, zerstreuen die Finsternis und erhellen gleichmäßig und deutlich die Gemächer und Abteilungen der Höhle, und auf leichten Treppen steigt man in den übereinander liegenden Grotten auf und nieder, und kann sehr gemächlich alle Spiele der Natur bewundern...

http://www.kike.sk/speleopp/ 



https://www.dailymotion.com/video/x2993dx

Sonntag, 20. Mai 2018

Slovakei: Plavecka Priepast PP2

Seit 1975 wird versucht die Plavecké Podhradie schrittweise zu erforschen um neue Räumlichkeiten zu finden. Mit Hilfe des Speleo-Clubs in Bratislava wurde viel Schutt heraus geschafft, zwei Seilbahnen gebaut und eine Reihe von Gerüstrohren eingebaut, was sich zu einer beeindruckenden Konstruktion in die Tiefe verband.

Der Eingang dieser Höhle liegt nahe am Bergrücken, ein großes Loch öffnet sich vor uns. Schnell wird noch ein Schnaps verteilt (gegen Höhlenparasiten) ehe es in die Höhle hinab geht.


Es gibt zwei Eingänge, jedoch verstürzte einer davon wärend der Erweiterung  eines Ganges.
Über eine Leiter steigen wir hinab zu einem engen Fenster was mit einer kleinen Tür versperrt werden kann.





Im Juli 2002 gelang es schließlich, in neue Räume zu gelangen, die Erwartungen  wurden übertroffen, vor allem der Höhlenschmuck und die Dimensionen. Der Raum erweitert einseitig zu einem Trichter. Die riesige Halle führt direkt zu einer kleineren Halle, in deren linkem Teil ein 10x7m großer See liegt.  
Der gesamte Raum wird von Stalaktiten dominiert, von denen einer 4 Meter hoch ist. Die Decke hat eine reiche Sinterdekoration.
Die Höhle ist sehr interessant und ist mit Abstand eine der schönsten hier in der Gegend.
Die Höhle ist nun mit Leitern ausgestattet, um noch anspruchsvollere Erkundungstouren, wie einen Tauchgang im See durchzuführen zu können.

Durch den Tauchgang wurde festgestellt, dass sich die Höhle im See fortsetzt, aber der Taucher wühlte den Schlamm auf, der die Sicht auf Null reduzierte und der die Atemgeräte beschädigte. Das Tauchteam schaffte es bis zu einer Tiefe von etwa 8 Metern, der Tauchgang musste  beendet werden.




https://vimeo.com/63586502
 

Freitag, 18. Mai 2018

Slovakia: Pec

Das Portal dieser Höhle liegt unweit der Burgruine Blasenstein, hier wurden Bärenknochen und Steinwerkzeuge aus Serpenit bei einer Archäologischen Grabung entdeckt, der Eingang wurde am Ende der Höhle "gegraben" und führte in eine Kammer, und wie sich später herausstellte einen verschütteten Eingang zur Oberfläche besaß, welcher heute als Hauptzustieg dient. Eine kurze Leiter führt ins Dunkle hinab, welche in einem größeren Höhlenraum mündet.
Im Hauptportal der Höhle liegt ein vertrockneter Mufflon Kadaver.


Unsere Guide Miloš Hacó erzählte uns von der Legende, dass der Burgbrunnen mit den Höhlen hier eine Verbindung haben soll. Er ist hier ein bekannter Heimat- und Höhlenforscher, Archäologe, Sondengeher.





Ein Kriech Gang wird passiert der wieder in einem größeren Raum mündet, als man zum ersten mal diese Passage durchschoff glaubte man einen neuen Raum gefunden zu haben, jedoch stellte sich schnell heraus, daß man wieder in der Haupthalle war, und somit im Kreis gekrochen war. Neben weißen Sinterwänden, findet sich hier ein wunderschöner Wurzel-Stalagmit der "Ofen" wie die Höhle übersetzt heißt, hat eine Länge von 208m, und ist 15m tief.
 Jaskyniari Plavecké Pohhradie Caving Club

Mittwoch, 16. Mai 2018

Slovakei: Stará Garda

Unser zweites Ziel war die Höhle die einst von Jan Majkov 1958 entdeckt wurde, jedoch durch Wassereintritt lange nicht mehr zugänglich war. Erst später gelang es einer anderen Gruppe von Höhlenforschern, der nach den ersten Entdeckern der Höhle die „alte Garde“ genannt wird, wieder zu erschließen. Sie erweiterten eine enge Entwässerungs Passage und gelangten zu einem offenen Schacht, der jedoch in engen Meandergängen endet. Sie liegt in einem trockengelegten Bachlauf, das Wasser wird weiter oben in ein Loch abgeleitet. Das Höhlensystem besteht aus der Stará garda Höhle und der Majkova Höhle.
Durch den zirka 5 Meter tiefen Brunnenschacht führt eine Leiter nach unten die direkt an den Höhlengang anschließt, hier gelangt man in den "Eingangsbereich" der Höhle, von dort an geht es weiter durch Risse, Tunnel und senkrechte Korridore zu einem Ort Names "schwarzer Dom".

Nach Kriech- und Leiterpassagen erreichten wir den "Fledermaus Dom" der schon auf -50m liegt. Die Gesamtlänge dieser Höhle beträgt 399 Meter und reicht in eine Tiefe von 97 Metern. Die Passagen wechseln sehr zwischen engen Stellen und Domen, die Kamine sind mit Eisen verspreitzt, es ist eine der wichtigsten Höhlen in Borin Karstgebiet.




Natürlich trägt uns Alena auch ins Höhlenbuch ein, ehe wir wieder den mühsamen Weg nach oben antreten.

Dienstag, 15. Mai 2018

Slowakei: Velke Prepadle J-1

Auf den ersten Blick sind die Höhlen im Borin Karstgebiet in Vergleich zu anderen Höhlen nicht außergewöhnlich, keine von ihnen erreicht größere Längen und Tiefen. Bemerkenswert ist das, dass Oberflächenwasser kaum Abfluss hat, es sickert schnell ein. Es ist eines der kleinsten Karstgebiete in den kleinen Kaparten, dieses bildete sich vor 90 Mio Jahren durch Ablagerungen von Karbonaten (Borinka Kalk) des Tatrikums. Ringsum sanfte Wald bedeckte Hügel, der Weg führt uns ohne nennenswerte Steigung entlang eines Baches, nirgendwo ist auch nur der Anschein einer Höhle zu erblicken. Unsere Guides führen uns zu einer Türe direkt über dem Bachbett.
Aus geologischer, geomorphologischer und hydrologischer Sicht ist diese Höhle sehr wichtig. Sie ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Im Bachbett erkennt man ein kleines Loch in dem Wasser im Untergrund verschwindet. Diese war auch der Anlass einst hier zu Graben, da man eine Höhle vermutete in welche das Wasser abfließt.  Der Haupteingang ist ein betonierter Schacht, Stahlleitern führen in die Tiefe. Der Tunnel mündet in die eigentliche Höhle. Hier hört man es bereits den Wasserfall rauschen! Über Trittgitter gelangt man zur Leiter.
Wasserfall
Über Trittgitter die an der Wand verankert sind gelangt man zu einer Leiter die 15m tief hinab reicht, nebenbei fällt der Wasserfall in die Tiefe.
Die Höhle führt tiefer in den Berg, man folgt dem Bach durch sein enges Gerinne, ehe er verschwindet. Nun folgte wohl der unangenehmste Teil der Höhle, eine sehr enge, niedrige und verwinkelte Kriechpassage über eine 50m weite Strecke, über diese man wieder zum Bach gelangt und aufrecht stehen kann. Dem Wasserfluss könnte man noch etwa 20 Meter Kriechend zum alten Siphon folgen, wo der alte Teil der Höhle endet.  Über einen Korridor in 3m Höhe gelangt man in die neuen Teile der Höhle. Dort gibt es einem Siphon, in der man eine Forelle fand.
Wieder am Tageslicht angekommen, haben wir völlig die Farbe gewechselt, wir sehen aus wie Schweine die sich im Schlamm gesuhlt haben, im Bach wird sofort eine Katzenwäsche vorgenommen.

Wieder an der Sonne wurde alles getrocknet ehe es zur nächsten Höhle weiter ging.
Cementárka Hütte
Der Name der Höhle bedeutet übersetzt "großer Einfall/Einbruch" es handelt sich um die größte Höhle im Borin Karstgebiet mit einer Länge 1241m und einer Tiefe von rund 70m. Sie ist eine Karsthöhle mit aktiven Wasserfluss.


http://sss.sk/jt5702/