Jedoch an seinem Ende führt eine Fortsetzung noch tiefer in den Berg, also näherten wir uns der letzten Türe, ein in Löss getriebener Stollen setzte an. Wurzelwerk dringt durch die Decke, ein Zeichen das wir nicht weit von der Oberfläche entfernt sein können.
Ein Gang mit Ziegel stabilisiert setzt linker Hand zu einem Notausstieg an, 18 Eisenklammern führen eng einen Kamin empor.
Der Gang bricht mit Gefälle nach rechts ab, der Boden ist mit morschen Holzresten übersät, diese gehörten zu einer Stollenpölzung, Holzstützen mit Bretter überlagert gab dies dem Bauwerk zusätzliche Stabilität und diente den Erbauern und Schutzsuchenden als Sicherheit vor Einbrüchen während der Bombenangriffe.
Viele Opfer wurden damals verschüttet, und kamen in scheinbar sicher geltenden Luftschutzkellern ums Leben!
Die Vibrationen und Erschütterungen waren während der Bombenabwürfe sehr deutlich zu spüren und die Gefahr in solch einem Bauwerk begraben zu werden sehr hoch!
Jedoch auch heute kein ungefährlicher Ort, so ohne Pölzung lösen sich Platten von der Decke und den Wänden!!
Als wir die Wände nun genauer in Augenschein nahmen staunten wir nicht schlecht...
Überall fanden wir Ritzzeichungen, Schriftzüge und Graffities bis in den hintersten Teil des Stollens.
Die in den Stollen gepferchten Personen verewigten sich, brachten ihre Ängste und Eindrücke in "Kunstwerken" an den weichen Wänden zum Ausdruck.
Darunter finden siche zwei Alliierte Bomber und der vermutliche Zeitpunkt des Luftangriffes, Feb. 1945. Blumen, eine Gans, eine Menschengestalt ein Bauer und dessen Name Steffan, sowie unzählige Namen und andere Gravuren.
Mit schweren Herzen verlassen wir diese unberührt Zeitkapsel im Wissen das wir wohl die letzten Besucher dieses einmaligen Ortes sein werden!
Zum Bombenkrieg über Ebelsberg gibt es folgendes zu berichten.
Die Vibrationen und Erschütterungen waren während der Bombenabwürfe sehr deutlich zu spüren und die Gefahr in solch einem Bauwerk begraben zu werden sehr hoch!
Jedoch auch heute kein ungefährlicher Ort, so ohne Pölzung lösen sich Platten von der Decke und den Wänden!!
Als wir die Wände nun genauer in Augenschein nahmen staunten wir nicht schlecht...
Überall fanden wir Ritzzeichungen, Schriftzüge und Graffities bis in den hintersten Teil des Stollens.
Die in den Stollen gepferchten Personen verewigten sich, brachten ihre Ängste und Eindrücke in "Kunstwerken" an den weichen Wänden zum Ausdruck.
Darunter finden siche zwei Alliierte Bomber und der vermutliche Zeitpunkt des Luftangriffes, Feb. 1945. Blumen, eine Gans, eine Menschengestalt ein Bauer und dessen Name Steffan, sowie unzählige Namen und andere Gravuren.
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| ZIEMIANIN JOZEF vermutlich ein Pole |
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| US Bomber |

Gegen Ende des Krieges wurden immer mehr Schutzbauten für die Zivilbevölkerung errichtet, 1944/45 fanden 22 aliierte Luftangriffe auf Linz statt, sie richteten sich primär gegen die Kriegswichtige Industrie.
Am 15.Dezember 1944 fand einer der verheerensten Angriffe auf Ebelsberg statt, 13 Tote waren zu beklagen, am 17.Februar 1945 schien Ebelsberg laut einem Polizeibericht als völlig vernichtet!
So berichtete auch die Ortsgruppe der NSDAP Ebelsberg in ihrem Abschluss Bericht 1944 vom schleppenden Fortgang der Arbeiten am Ebelsberger Schlossstollen: "seit Februar 1944 wird geplant, gemessen und gebaut und erst 13m Stollen sind das Ergebnis! Von denen noch kein einziger Meter fertig zur Benutzung übergeben werden konnte."




















