Samstag, 19. August 2017

Großraming Preissner Höll Luckn 1656/3

 
Die Tropfsteinhöhle, welche im Preisnerberg liegt, ist den Einheimischen als "Preisner Höll-Luckn" seit altersher bekannt, befahren wurde sie erst anfangs der Fünfzigerjahre auf Betreiben eines Herrn Jordan mit Franz u. Willi Mosböck, alle aus Großraming. Dabei wurde gute Pionierarbeit geleistet, hatten sie sich doch in zwei Strecken durch Verbruch durcharbeiten müssen.Die Preissner Höll-Luckn weist eine Ganglänge von über 800m und eine maximale Niveaudifferenz von nahe zu 140m auf. Sie ist mit ihrem reichlichem Sinterschmuck sicherlich ein Kleinod unter oberösterreichs Höhlen!

Am späteren Nachmittag starteten wir vom Forsthaus im Rodelsbach, die Forststraße hinauf, durch stiegen den Wald um von der ober liegenden Forststraße zur Höhle abzusteigen, dabei fanden wir 1kg Eierschwammerln. Der Abstieg zum Höhleneingang war problemlos auch der sehr verwachsene 20m Einstiegsschacht wurde schnell und problemlos gefunden.


Photo: Ernst Straka
Zum Abseilen umfassten wir mehrere kleine Buchen (mangels Bäume und Felsen) und konnten schnell auf den Schachtgrund fahren, in dem mehrere große Baumstämme dahin modern. Durch den beinahe verlegten Versturz drangen wir zur Engstelle vor, von wo das erste Seil hinab führt. Bereits hier sind mehrere schöne große Sinterfahnen und Tropfstein Gebilde zu bestaunen. Nach dem Abseiler besichtigten wir einen Seitengang Richtung Hexenkammer mit alten Eisenlaschen, ehe wir den "Radlweg" über einen Canyon verließen. Hier fiel uns eine große Anzahl schwarzer Käfer auf die in allen Größen hier herum liegen sowie Fledermaus Skelette. Im Canyon der sich nach unten immer weiter öffnet, befestigen wir zwei neue Anker um diese Passage etwas mehr abzusichern.







Den Abseiler in den nächsten 30-40m Schacht machte nur mehr mein Höhlenkamerad Peter, der bei der Umstiegstelle Probleme mit dem Petzl Stop hatte. So beschlossen wir langsam wieder den Rückweg anzutreten. Es war beinahe schon dunkel als wir die Oberfläche erreichten.
Auf dem Weg zum Auto vernommen wir Motorsägen artige Geräusche, der Jäger hatte eine Hirschkuh geschossen die mittels eine Motorwinde barg. Wir sprachen kurz, und beschwichtigen seine Ängste das nun ein Höhlentourismus hier in Großraming einsetzten könnte!



Canyon

30m Schacht von unten


Weiters konnten in dieser schützenswerten Höhle Höhlenflohkrebse (Niphargus) nachgewiesen werden!
Photo: Christian Knobloch
https://vimeo.com/230274968