Der Stollen selbst stand offen, er ist etwa 20m lang und wurde nie völlig vollendet. Am Stollenende ließ sich an der Wand die Grenze zwischen Konglomerat und Sandstein schön ablesen, da das Stollenmundloch sich auf Straßenniveau befindet. Im Inneren fanden wir Teile eines Skelettes, die vermutlich einer Katze zuzuordnen sind. Den Zweck der Errichtung konnten wir nicht eruieren, jedoch dürfte er in den 1940ern erbautworden sein. Weiters besuchten wir einen Splitterschutz - Deckungsgraben im Schiltenwald. Die Liegenschaft am südöstlichen Stadtrand von Linz besteht größtenteils aus Wald. Der abgezäunte Munitionslagerbereich zählt 13 erdüberdeckte Munitions- und Sprengstoffbunker.
Auch in Pichling waren die Auswirkungen spürbar:
schon 1938 fasste die Wehrmacht den Beschluss, in Ebelsberg eine
Großkasernenanlage (heute: Hillerkaserne, PzStbB 4) zu errichten.
Ursprünglich war das Areal zwischen Wienerstraße und
dem Fluß Traun (Panholzerweg) ins Auge gefasst worden und sollte der
Unterbringung von SS-Einheiten dienen. Schlußendlich wurde aber nur ein
Teil dieser Fläche in den Jahren 1941 bis 1943 verbaut.
Die größte Baumaßnahme stellte die SS-Kasernenanlage dar.
Dafür wurde eigens eine Kläranlage beim Panholzerweg errichtet, die noch
bis in die 1970er Jahre in Betrieb war, ehe auch die Garnison ans
Kanalnetz angeschlossen wurde. Heute wird das Arial als Bikepark genützt.
Zudem legte die Wehrmacht sowohl im Schlüsselwald
als auch am Schiltenberg Munitionslager an. So wurde der gesamte Wald
zwischen Ebelsberg und Pichling zur "verbotenen Zone" erklärt.
Als Zufahrt zu den Lagern am Schiltenberg baute man
eine zweispurige Straße und einige Nebenstraßen. Dabei wurde das
Erdreich 70 Zentimeter abgetragen und mit Granitsteinen des KZ-Lagers
Mauthausen aufgefüllt. Einige Fundamente sind heute noch erhalten.
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| Eingang Bunker |
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| Quelle: Linz Süd |
Im Laufe des Krieges wurden auch immer mehr bauliche Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung gegen Bombenangriffe verwirklicht. Einige dieser Luftschutzkeller sind heute noch erhalten. In den Jahren 1944 und 1945 fanden insgesamt 22 alliierte Bombenangriffe mit ca. 8.000 Abwürfen auf Linz statt. Ziel des Bombardements waren primär die Hermann-Göring-Werke, sowie die Stickstoffwerke Ostmark (heute Chemie Linz AG). Insgesamt waren in Linz 1679 Gefallene zu beklagen. Am verheerensten für den Raum Ebelsberg und Pichling waren die Angriffe am 15. Dezember 1944 (schwere und mittelschwere Schäden an 16 Objekten) sowie vo 17. Februar 1945.
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| Schießscharte (Bunker am Schiltenberg) |
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| Schiltenberg nach dem Luftangriff vom 17.2.1945 |
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| Quelle: der Süden von Linz |
| einer von 2 Schloßstollen Ebelsberg |







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