Mittwoch, 16. September 2015

Rutzing Long Tom

Im zuge einer Recherche für ein Buch besuchten wir die festen Stellungen bei Rutzing, den Kommandobunker sowie die vier Long-Tom Stellungen, wo die letzte schwere Feldkanone aus dem Raumverteidigungs-Bollwerk demoniert wurde.
Erst vor kurzem machte ein Bunker hier durch eine illegale Raveparty wieder Schlagzeilen.
Das Raumverteidigungskonzept der 1970er- und 1980er-Jahre teilte Österreich in 
Raumsicherungs- und Schlüsselzonen ein. In diesen Zonen wurden sogenannte "feste Anlagen" (Bunker) errichtet, aus denen heraus das Bundesheer Österreich verteidigt hätte. Aufgabe dieses Bollwerkes war die Sicherung von Bewegungslinien wie wichtigen Straßen oder Flüssen.
In Oberösterreich gab es 76 solcher festen Anlagen. Unter anderem wurden in diese Bunker schwere Feldkanonen mit einem Kaliber von 15,5 cm eingebaut.

Im Oktober 2008 wurde in Rutzing die letzte von acht schweren Feldkanonen aus einem 60 Zentimeter dicken Stahlbetonbunker befreit. Danach trat sie den Weg ins Heereslogistikzentrum nach Wels an. Schließlich soll die Feldkanone als Ergänzung für die am Schießplatz Alharting ausgestellten historischen Panzer und Kanonenwaffen dienen. Die schwere Feldkanone war nach 1955 eine Starthilfe der USA für das Bundesheer.
Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Oberösterreich

Foto: Elisabeth Zechmeister
Die Laufkatzenanlagen aus den 70ern, davon gibt es 4 Geschützstellungen und einen Komandobunker. Die Anlage "RU1" ist eine ortsfeste Artilleriebatterie, jede Batterie verfügte über 4 bis 5 Stück 155mm sK M1 "Long Tom" FAn- insgesamt standen beim ÖBH 24 Stk.
http://83.64.124.74/medien/armis/Armis_et_Litteris_17_5.pdf

Foto: Elisabeth Zechmeister

Davon gibt es 4 Geschützstellungen und einen Komandobunker. Drei der vier Stellungen in denen sich die Long-Tom Geschütze befanden sind "offen" zugänglich und in Art und Umfang völlig identisch. Der Komandobunker ist leichter zu finden - auf dem Google Maps Luftbild in der Mitte von einem Feld. Der Bau der Anlagen erfolgte zur Zeit der des klaten Krieges. RUTZING (4 Gs): 1972















https://www.facebook.com/pg/BunkerFreundeAustria/videos/?ref=page_internal


Im Bunkermuseum am Wurzenpass kann ein original Kran zum Rohrwechsel einer schweren Feldkanone 15,5 cm "Long Tom" besichtigt werden. Er stammt ursprünglich aus der ortsfesten Batterie Rutzing in Oberösterreich.


Für viele Waldtiere werden diese Bunker zu Todesfällen, aus dem vermeintlichen Winterquartier gibt es kein Entrinnen.


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