1907 bis 1908 wurde die Villa „Sondwend“ gebaut des Erdgeschosses wurden mit behauenen Vilser-Kalksteinen vom „Prieler-Steinbruch“ in Pichl verkleidet.
Mergelreiche Gosauschichten wechseln kleinflächig mit Kalken und Dolomiten und schieferartigen
Gesteinen des Haselgebirges. Es handelt sich um eher massige, hellgrau-beige bis rötliche, spätige, bioklastische Crinoiden-Brachiopoden-Kalke.
Trotz der Kürze ergaben die Nachforschungen im aufgelassenen und mittlerweile schon ziemlich verwachsenen Steinbruch aber erneut interessante Ergebnisse. Wie die historische Steinbruchanlage auf der Westseite des Gunst bei Pichl (Roßleithen) belegt, wurde der ungefähr zwischen 1930 und 1950 nahezu vollständig abgebaute Vilserkalk zur Herstellung von Branntkalk vor Ort sowie als Hüttenkalk zur Eisen- und Stahlerzeugung in Linz verwendet.Anhand der analysierten Handstücksproben erweist sich der Vilserkalk als zumeist hochreiner Kalkstein mit einem Kalziumkarbonat-Gehalt zwischen 98 und 99 %. Bei den Spurenelementen ist ein relativ höhere Anteil an Cäsium und Strontium in Windischgarsten vorhanden.
Das älteste aufgeschlossene Gestein ist, wie erwähnt, Liasfleckenmergel (Allgäuschichten), der am besten in der westlichen nördlichen Steinbruchwand des Prieier Steinbruches aufgeschlossen ist. Es handelt sich um unverwittert graue, meist aber etwas verwittert hellbraune sandige Fleckenmergel. Zwar wird das Vorkommen von Vilser Kalk bei Windischgarsten immer wieder, gleichsam als Kuriosität erwähnt, doch rechnet sie SPENGLER (1959) zur Decke des Sengsengebirges.
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