Unsere heutige Tour fürhte uns wiedermal nach Viechtwang, diesmal wurde Stollen zwei wieder nicht befahren. Das Stollenmundloch ist verröllt auf 25cm und ein Stein blockiert den Einstieg.
Ein Ortbekannter Ornitologe hat uns berichtet, das er das letztemal vor 15 Jahren Stollen 2 befahren hat. Über eine ca 5m steile Lehmrampe solle es sehr nieder (~60cm) nach unten gehen, nur an wenigen Stellen soll aufrechtes gehen möglich sein. Am Grund soll sich ein See gebildet haben.
Das Mundloch von Stollen drei ist
gerade noch passierbar, und etwa dreimal so geräumig wie Stollen eins. Es
sind deutlich die Transportkarren Spuren im Boden zu erkennen und die
Wände bestehen aus sehr schönen Versatzsteinen.
Füchse trafen wir diesmal keine mehr an, aber ihre Hinterlassenschaften. Es sieht so aus als ob sie Stollen 2 bezogen hätten.
Aber halbmitte droht bereits sich die Deckenplatte von der Decke zu lösen und den Gang zu blockieren!
Auf dem Kartenblatt existieren mehrere Mundlöcher solcher Abbaue am Fuß des Bäckerberges gegenüber Steinbachbrücke, die zur Erzeugung von Schleif- und Wetzsteinen für den lokalen Bedarf angelegt wurden. Mehrere, weitgehend verstürzte Stolleneingänge wurden im Zuge der Kartierung am Bäckerberg gefunden. Historisch bekannt ist ihre Gewinnung aus einem Steinbruch (40m lang und6–9m hoch) und einem später, im Jahre 1946, angelegten Stollen. Laut Kieslinger wurde dieser gegen NW vorgetrieben und dann nach N umgelenkt und hat ca. 91m Länge, 20m Breite und 3m Höhe. Der Stollen folgt streng dem Streichen einer Sandsteinbank, und zwar der oberen, gleichkörniger ausgebildeten Hälfte. Die Firste wird von der überlagernden Sandsteinbank gebildet Diemergeligen Zwischenbänke sowie grobe, ungleichkörnige Sandsteine finden sich als Versatzstücke und dienten auch als Mauer- und Bruchsteine, weiters Grabsteine und Sockelverkleidungen. Der unterirdische Abbau erfolgte mit händisch geschrämmten Schlitzen. Auch in HANISCH & SCHMID (1901) sind ehemals für Mauerstein genutzte Sandsteinbrüche bei Viechtwang erwähnt (MOSHAMMER, inEGGER et al., 2007).







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