Mittwoch, 1. Februar 2017

Garsten Luftschutzstollen II

Da Garsten sehr nah am Industriestandort Steyr liegt war die Gefahr sehr groß Ziel von Fliegerangriffen zu werden.
Um 1938 wurden auf den Anhöhen Garsten, Buchholz und Christkindl Flakstellungen ausgehoben und im Kirchholz ein Flakscheinwerfer.
Bereits  Ende Oktober 1940 gab es in Garsten den ersten Fliegeralarm, aber erst am 23. Februar 1944 zur Mittagszeit kam es tatsächlich zu einem Fliegerangriff, und Bomber warfen Bomben über Garsten ab, das eigentliche Ziel waren die Steyr Werke.
Noch im Jahr 1944 wurde im Gemeinderat beschlossen im Gemeindegebiet Luftschutzanlagen für die Bevölkerung zu errichten.

Die Stollen in der Fuxengutstraße Viadukt und Friedhof sind auch heute noch "offen"
der am Glaserberg in der Nähe des Bahntunnels wurde zugemauert.
Unter dem heutigen Gasthaus Boiger vom Freibad über Fußgängerbrücke dann links Weg entlang den Bach nach 50m rechts im Wald .
Diese Stollen sind heute zugeschüttet und vermauert wegen Einsturzgefahr !
Und am Laichbergweg Ortsteil "Garsten Nord" dort wo die Häuser enden links im Rodlhang hinter einem alten Holzstadl, dahinter befand sich der U-Förminge Stollen.
Die beiden "Löcher" waren nur wenige Meter voneinander entfernt.

https://vimeo.com/202030603





Die Stollen sind mir schon längere Zeit bekannt, so suchte ich den Eingang auf, um Fledermäuse im Winterquartier zu zählen. Über einen kleinen Steilhang führt parallel zur Straße eine Zugangsrampe zu den ehemaligen Eingängen die heute zugemauert sind. Nur über einen kleinen Schuf der etwa 2m nach unten führt, ist eine Befahrung heute noch möglich und dient seltenen Fledermäusen als Zugflug. Die Stollen sind fast ausschließlich in Konglomerat getrieben worden und nur an Schlüsselstellen mit Betonstatik verstärkt und führt in einen Ringgang der einst zwei Eingänge nach Aussen besaß.

01.Feb.2017 3 kleine Hufeisennasen









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