Sonntag, 1. März 2020

Splitterschutz Deckungsgraben Flak Wegscheid



Erst im 1. Weltkrieg machte dieser Landstrich auf sich aufmerksam, als bei Wegscheid (=Wegscheide) ein riesiges Kriegsgefangenenlager für 10.000e Gefangene errichtet wurde und die Lagertradition der Region begründete.

Die Barackenlager bei Wegscheid dienten dann als erste Bleibe für viele Zuwanderer sowie als Notunterkunft für das Heer der Obdach- und Arbeitslosen nach der Weltwirtschaftskrise 1929. Nach dem 2. Weltkrieg war Linz eine Haupt-Durchgangs Station, die
überwiegend dt.sprachigen („volksdeutschen“) Menschen lebten in zahlreichen Lagern. Von den 1948 in Linz-Süd erfassten 88 Lagern lagen 24 in dieser Stadtregion, darunter das große IRO– Lager Wegscheid
(„Flak-Lager“, „Lager 67“) mit bis zu 2.000 Personen).

1938 wurde bereits das Flak Regiment Nr. 38 nach Wegscheid verlegt. Doch vor 1942 gab es kaum nennenswerte Flakkräfte in Linz, Abteilung I und II schickte man in Polenfeldzug an die Front. Es blieb nur die Ersatzteilung Nr. 38/XVII zurück, die für das gesamte Ersatz und Feldregiments zu sorgen hatte. Daher bestanden im Flaklager Wegscheid Reperaurwerkstätten, Verpflegungs und Bekleidungsmagazine, administrative Unterkünfte, eine „Batterie“ für Schulungskurse und ein Krankenrevier.

Erst im Jahre 1942 kam kam zuerst die leichte Flak Abteilung 941 mit etwa 1000 Mann. Sie wurde bald wieder abgezogen und es folgte im Juli 1942 durch das Flak Einsatzregiment 118 Ortsfest ersetzt, ihre Geschütze waren Sockel-Geschütze, d.h. auf einer in der Erde eingelassenen Betonplatte fest montierte Kanonen.

Im Raum Linz soll es bis zu 40 Flak Batterien gegeben haben, wobei Standortwechsel häufig vorkamen. Ab 1943 zog man auch den RAD zum Dienst an der Flakwaffe heran, zusätzlich wurden auch Schüler als Flak bzw. Luftwaffenhelfer herangezogen, im Lager Wegscheid erhielten sie ihre zwei bis 4 wöchige Grundausbildung

Der Kern der Siedlung „Neue Heimat“
wurde wesentlich von der sog. „Deutschen Arbeitsfront“ 1941 bis 1942 erbaut. „Neue Heimat“
wurde dieses Gebiet unter anderem auch für viele deutschstämmige Zuwanderer, z. B. aus der
Bukowina.

In den umliegenden Wäldern lassen sich auch heute noch Teile von Zugschienen, Zisternen, Baracken Fundamenten und Splitterschutz Deckungsgräben finden.

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